Hannah W.
Hannah W.
aus 99423 Weimar, Deutschland
imkert seit 2014

Mich fasziniert die Komplexität des Biens, die Leistungsfähigkeit der kleinen Insekten und das unglaubliche Zusammenspiel mit der Natur.

Imkerin

Hallo! Ich bin Hannah

Ich betreue 1 Bienenstock seit 2014.
Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Ich bin Hannah, 37 Jahre alt und arbeite als freiberufliche Geografin und Kinderkleiderschneiderin. Zusammen mit meinem kleinen Sohn lebe ich in einer kleinen Wohnung in Weimar. Um dem Stadtleben zu entkommen, haben wir einen kleinen Garten am Fluss, in dem wir ein wenig Gemüse anbauen, viel Platz zum Spielen haben und in dem auch unsere Bienen wohnen.

Wieso imkerst du?

In meinem wilden Urwald-Garten.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Mit einem Imkerkurs und einem Paten begonnen, im Selbststudium weitergeführt, gern erfahrene Imker um Rat fragend.

Interview

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Die Sicht auf die Natur hat sich entwickelt, bevor ich Imkerin wurde.

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

Nein, ich habe kein Interesse, die Imkerei ökonomisch so zu optimieren, damit sich damit Geld verdienen lässt. Mich treibt das Interesse an den Bienen und Ihren Fähigkeiten an.

Es gibt die Sorge, dass die Honigbienen Wildbienen vertreiben. Wie siehst du das?

Das halte ich für Quatsch. Natürlich sollten Wildbienen geschützt werden und ihr Lebensraum gefördert werden.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

Bisher waren die meisten älteren Kollegen sehr offen gegenüber Neuanfängern.

Sind Bienen das anstrengendste oder betreuungsintensivste Haustier?

Auf keinen Fall.

Die Anzahl der ImkerInnen steigt. Die Anzahl der Bienenvölker nicht. Was ist deiner Meinung nach der Grund?

Ich denke, es gibt weniger Berufsimker, dafür mehr Hobbyimker, die dafür aber weniger Völker pflegen. Dazu kommen sicher die hohen jährlichen Verluste.

Was unterscheidet die neue Imkergeneration von der alten?

Die neue imkergeneration ist offener für alternative Haltungsformen. Hobbyimker sind zudem nicht auf Optimierung der Leistung angewiesen und können demnach leichter alternative Haltungsformen anwenden.

Wie viel sollte ein Kilo Honig deiner Meinung nach kosten?

Mindestens 25 Euro

Gibt es ein Bienensterben oder nicht? Begründe bitte deine Meinung.

Ja, ich denke, dass durch die Landschaftsgestaltung, die in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizide, sowie die Varroa zu vermehrtem Bienensterben führt.

Ist der/die ImkerIn der größte Feind der Bienen?

Nein, in den meisten Fällen sicher nicht. Im Einzelfall allerdings möglich:)

Frage 3 ImkerInnen, bekomme 4 Antworten. Wieso ist das so in der Imkerei?

Weil es verschiedene Möglichkeiten gibt, Bienen zu halten. Verschiedene Beutensysteme, Behandlungsmöglichkeiten, Zuchtpräferenzen, ....

Wie sieht sinnvoller Bienenschutz aus?

Reduzierung der Pestizide, Förderung blühender Pflanzen in Stadt und Landwirtschaft/Landschaftspflege, Lebensräume für Wildbienen schaffen, Bildung.

Was empfiehlst du ImkerInnen, die neu beginnen?

Sich unbedingt einen erfahrenen Paten zu suchen und sich intensiv mit der Lebensweise der Bienen zu befassen.

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