Tobias M.
Tobias M.
aus 91589 Aurach, Deutschland
imkert seit 2018

Die Bienen sind für mich nach alle den Jahren immer noch ein kleines Weltwunder. Die Art und Weise wie sie ihre Geschicke im Volk selbst lenken. Phantastisch

Imker

Hallo! Ich bin Tobias

Ich betreue 8 Bienenstöcke seit 2018.
Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Hallo, ich heiße Tobias (Tobi), komme aus Mittelfranken. Ich imkere eigenständig seit 3 Jahren. Habe das Imkern von meinem Opa gelernt und übernommen und bin stolz es weiterführen zu dürfen.

Wieso imkerst du?

Ich möchte so meinen Teil für Naturschutz und Artenvielfalt beitragen. Ich möchte andere Menschen aufmerksam machen was bei uns in der Natur so los ist.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Das Imkern habe ich von meinem Großvater von klein auf mitbekommen. Weiter - sowie Forbildungen sind für mich für ein erfolgreiches Imkern ein muss. "Es ist des Lernens kein Ende."

Interview

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Aufklärungsarbeit am Kunden. Wir müssen den Verbraucher so gut es geht von unserer Arbeit am Bien überzeugen und aufklären das es für den Verbraucher selbstverständlich wird bei uns den Honig oder andere Produkte zu kaufen. Um uns in unserer Tätigkeit im Naturschutz, den wir zwangsläufig leisten, zuunterschtützen. Dies geht nur im Verband und Zusammschluss.

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Meine Sicht auf die Natur hat sich Grundlegend geändert. Als aktiver Imker gehe ich offener durch die Natur. Beobachte rund um die Jahreszeiten wie das Trachtangebot ist, wo könnten geeignete Standorte sein. Ganz einfach gesagt ich nehme die Welt intensiver war.

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

Ich bin bei uns im Imkerverein. Hier wird geholfen, mit Tat und Rat zur Seite gestanden. Fortbildungen organisiert. Ich empfehle jedem einem ortsansässigen Verein beizutreten. Hier kann man das Imkern mit Paten von grund auf erlernen. Es hat viele Vorteile.

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

Es ist am Anfang schon kostspielig. Pauschal mit allem für ein Anfängerstarterkit ( Schutzausrüstung, Smoker, Beuten für 2 Völker usw.) muss man schon mit rund 1000€ rechnen. Aber hier hilft der Verein um Förderungen beantragen, Ableger oder auch das ausleihen von Materialien wie Honigschleuder. Im laufenden Betrieb ist es ein Plus Minus Geschäft in meinen Augen. Durch den Honigverkauf oder Verkauf von anderen Produkten durch die Imkerei kommt immer wieder Geld rein was in neues Material und Futter investiert werden kann.

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

Ob ich von der Imkerei grundsätzlich leben möchte weiß ich noch nicht. Es wäre cool es hauptberuflich zu machen. Aber im Hobby oder irgenwann im Nebenerwerb ist im Moment realistischer.

Es gibt die Sorge, dass die Honigbienen Wildbienen vertreiben. Wie siehst du das?

Wildbienen haben sich über die Jahrhunderte, wie andere Insekten auch auf eine bestimmte Art von Pflanzen spezialisiert. Die Honigbiene wird immer mit Wildbienen oder anderen bestäubenden Insekten nebenher leben. Der einzige der die Wildbienen vertreibt ist der Mensch. Mit Steinwüsten und Monokulturen.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

Die "Alten" sind froh das sie ihr Wissen teilen können. Ich sehe es in meinem Fall, der Großvater langsam zu schwach um die schwere Arbeit am Bien zu leisten. Er war froh und vielleicht auch stolz das seine Arbeit weitergeführt wird. Sein Wissen gibt er auch heute immer noch gerne weiter.In 60 Jahre Imkern hat sich einiges angesammelt über das Verständniss Natur und Bienen. Im Verein stehen die "Alten" als Ratgeber und Paten immer den "Jungen" zur Seite.

Sind Bienen das anstrengendste oder betreuungsintensivste Haustier?

Ich finde eher das angenehmste Haustier. Intensiev sind nur die Monate im Mai bis Juli wo ich einmal die Woche am Stand sein muss wegen der Schwarmzeit. Ansonst versorgt sich die Biene fast selbständig. Ich muss nicht wie bei Hund, Katze oder anderen landwirtschaftlichen Tieren wie Kühe täglich füttern usw. Bienen leben relativ selbstständig sie brauchen nur unsere Unterstützung in manchen Bereichen wie bei der Parasitenbehandlungen oder das auffüttern nach der letzten Honigernte.

Wie viel sollte ein Kilo Honig deiner Meinung nach kosten?

Soviel das er meine Ausgaben deckt. Wir reden hier von 10€ bis 15 € pro Sorte. Unterschiedlich. Natürlich denkt hier ein Berufsimker anders als der Hobbyimker. Aber verramschen sollten wir unsere Arbeit nicht. Die Kunden sind bereit für regionalen Honig gut 6 € pro Glas auszugeben. Der Imker darf sich icht schäuen mit dem Verbraucher über die Arbeit reden. Ich finde es auch fragwürdig und nicht richtig wenn Discounter "Biohonig" für 3€ 500gr. verkaufen.

Ist der/die ImkerIn der größte Feind der Bienen?

Nein. Ohne Bienen keine Imker.

Frage 3 ImkerInnen, bekomme 4 Antworten. Wieso ist das so in der Imkerei?

Das ist überall so. Ich kenne keine Branche wo das nicht so ist. Hier spielt auch die Sichtweise eines jeden Menschen eine Rolle. 1 Problem 3 verschiedene Lösungen. Wie heißt es so schön alle Wege führen nach Rom.

Wie sieht sinnvoller Bienenschutz aus?

Bienenschutz ist Naturschutz. Hier müssen alle an einem Strang ziehen. Vorne Weg die Politik und Konzerne. Es darf nicht die Gier nach Geld im Vordergrund stehen. Weniger Pestizide mehr Abwechslung auf den Feldern. Auch sollten Studien über ander Energiepflanzen angestoßen werden. Statt Mais der nicht blüht. Da ist noch viel Luft nach oben. Jeder kann aber bei sich anfangen. Blumen statt Steine oder englischer Rasen.

Was empfiehlst du ImkerInnen, die neu beginnen?

Die sollten sich nen Verein suchen. Imkeren auf Probe mit Paten der immer mit Rat und Tat da ist. Nen Kurs besuchen. Weil dann merkt man meist ist was für mich oder nicht. Dann ist auch noch nicht viel Geld kaputt.

Was denkst du über Hektar Nektar?

Gute Sache. Toll das wir Imker hier eine Plattform erhalten um auf uns aufmerksam zu machen. Auch einen Marktplatz zu bekommen wo ich weiß das ist kein "Schundvolk". Auch das ergeizige Projekt 2028 finde ich sehr positiv und braucht mehr aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit.

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