Helmut Schwab

Helmut Schwab, 43 aus 1030 Wien, Österreich
imkert seit 2018

In 2,3 Sätzen: Was fasziniert dich an der Biene?

Mich haben Bienen schon als Kind fasziniert. Als kleines Kind habe ich im Urlaub immer Bienen vor dem Ertrinken aus dem See gefischt und zu retten versucht, auch wenn ich hin und wieder mal gestochen wurde.

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Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Vor 2 Jahren habe ich erfahren, dass jeder (Hobby) Imker und somit auch aktiver Unterstützer und Schützer der Bienen werden kann. Nach dem Imkerkurs war ich noch faszinierter vom Wesen der Bienen und der gesamten Funktion und Organisation eines Bienenstockes, einfach lässig!

Wieso imkerst du?

Ich pflanze Bienen freundliche Pflanzen auf meiner Terrasse an, verteile kleine Saatkugeln auf kleinen Grünflächen in Wien (Parks, Hundezonen, kleine Grünflächen neben der Straße und Gehsteigen) und verwende keine Pflanzenschutzmittel. Zusätzlich möchte ich jetzt gerne auch Hobbyimker werden um noch aktiver die Bienen unterstützen zu können. Ich möchte vielleicht auch technische Neuerungen für Bienenstöcke z.B. für die Bienengesundheit ausprobieren um mich auch mit interessierten Kollegen austauschen und im besten Fall auch an Lösungen für aktuelle Probleme mitarbeiten zu können. Jetzt möchte ich gerne auch Hobbyimker werden um noch aktiver die Bienen unterstützen zu können. Derzeit bin ich auf der Suche nach einem Verein und 1-2 Standplätzen in Wien. Am liebsten hätte ich auf jeden Fall mindestens einen Stock direkt auf meiner (Dach-) Terrasse um die Bienen das ganze Jahr täglich beobachten und so besser verstehen zu können. Bienen müssen einfach mit allen möglichen Mitteln unterstützt und geschützt werden. Jeder kann mit einfachen Mitteln etwas dazu beitragen. Ich möchte noch etwas mehr beitragen können.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Ich habe 2017 im Zuge einer Führung durch den Donaupark die Imkerschule kennengelernt und mich noch mehr für Bienen fasziniert als bisher. 2018 habe ich gleich den Grundkurs belegt und mich zusätzlich in Internetforen, mit Videos und mit Büchern versucht weiterzubilden.

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Die Bedürfnisse seiner Bienen zu verstehen, entsprechend zu handeln und zu reagieren. Einfach alles zu tun damit es den eigenen Bienen gut, der Honigertrag ist nicht unbedingt der wichtigste Aspekt

Was lernen ImkerInnen genau?

Angefangen wird mit den Basics, genau wie in der Volksschule ;-) Wie sieht die Biene aus, was ist der Unterschied zwischen Arbeiterin, Königin und Drohne. Aufbau und Funktion eines Bienenstocks. Welche Beutensysteme gibt es. Wie läuft ein Bienenjahr ab und wann ist was zu tun, auf was ist zu achten. Ganz wichtig: Welche Krankheiten gibt es und was ist (vorbeugend) zu tun. Tipps und Tricks für Anfänger. Und dann ist da noch die direkte Arbeit an den Bienenbeuten.

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Ich persönlich lese jetzt mehr zum Thema Bienen, schaue Videos und lese viele Forenbeiträge. Zusätzlich bin ich jetzt auch aufmerksamer bei den Themen Insekten und natürlich Natur in Bezug auf insektenfreundliche Pflanzen.

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

Der Verein ist ein ganz wichtiger Bestandteil geworden. Besonders als Anfänger ist man auf die Unterstützung und Erfahrung der anderen Vereinsmitglieder angewiesen bzw. sollte man sie auf jeden Fall nutzen. Speziell die älteren Imker halten bestehende Traditionen und Arbeitsweisen aufrecht die sich schon seit vielen Jahren bewährt haben. Den Beitritt zu einem Verein kann ich nur jedem empfehlen!

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

Startet man mit 3 Völkern, ist schon mit ungefähr € 1.200 zu rechnen wenn man nicht lauter billigen Mist kaufen möchte. Für Bio würde ich nochmal € 500,- aufschlagen.

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

Kann ich als Anfänger natürlich nicht, möchte ich aus jetziger Sicht wahrscheinlich auch nicht. Ich denke solange der Profit im Hintergrund steht und nur ein netter Nebenerwerb ist, kümmert man sich auch ganz anders um seine Bienen. Wie bei einem Hobby das man gerne macht.

Es gibt die Sorge, dass die Honigbienen Wildbienen vertreiben. Wie siehst du das?

Das stimmt meiner Meinung nach nur, wenn sich alle zukünftigen Maßnahmen auf die Honigbienen beziehen. Gibt es auch Maßnahmen für Wildbienen dann wird es keine Vertreibung dieser Art geben. Der Imker kümmert sich um die Honigbiene, Menschen die z.B. Insektenhotels oder natürliche Ecken in ihren Gärten schaffen unterstützen beide Bienenarten und zusätzlich noch viele Insekten. Auf das Gleichgewicht kommt es an.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

Das stimmt gar nicht! Bei uns im Verein gibt es richtige Imker Urgesteine die gerne ihre Tipps an die Jungimker weitergeben und unterstützen wo Unterstützung gebraucht wird - und diese Tipps, Traditionen und Unterstützungen sind wirklich wertvoll!

Was empfiehlst du ImkerInnen, die neu beginnen?

Macht auf jeden Fall einen Kurs und sucht euch einen Verein. Lest euch zusätzlich etwas ein, es gibt viele gute Bücher für Anfänger. Ich habe mich zusätzlich z.B. auf Facebook bei Imkergruppen angemeldet. Da bekommt ihr zeitnah immer die aktuellen Themen über das Jahr verteilt mit. Wenn ihr startet sucht euch einen erfahrenen Imker der euch hilft unnötige Fehler zu vermeiden, vielleicht hat euer Verein sogar einen Vereinsbienenstand wo ihr die ersten Jahre eure Bienenstöcke aufstellen könnt.

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