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Was ihr schon immer über PROJEKT 2028 wissen wolltet

by Miriam von Hektar Nektar
Dienstag, 07. April 2020, 00:00

Immer wieder erreichen uns - vor allem über unsere Social Media Kanäle - Fragen und gern auch unsachliche Kritik zu unserem PROJEKT 2028 und zu unserem Marktplatz. Und daher fassen wir hier zusammen, was ihr über PROJEKT 2028 wissen solltet und obendrauf noch ein bisschen Bienchen-Wissen. Wenn ihr weitere Fragen habt, immer nur her damit! Wir antworten umgehend. 


1. Vorwurf: Die Honigbiene ist nicht vom Aussterben bedroht und braucht keine Hilfe.

Antwort: Leider nein. Korrekt ist, dass sich die Anzahl der Honigbienen in den letzten 50 Jahren dramatisch reduziert hat. Dafür verantwortlich sind der großflächige Einsatz von Pestiziden, die Ausbreitung von Monokulturen, parasitäre und andere Erkrankungen. Und: Es gibt zwar immer mehr Imker und junge Leute entdecken die Imkerei als spannendes und naturnahes Hobby. Aber: Sie halten viel weniger Bienenvölker als die Generation vor ihnen und damit weniger Bienen. Die Imkerei ist teuer und nicht lukrativ. Daher unterstützen wir Imker mit einem Bienenvolk. Damit sie sich auch weiterhin um die Pflege und um die Vermehrung der Honigbienen kümmern können.

2. Vorwurf: Die Honigbiene verdrängt die Wildbiene und Wildbienen sind viel gefährdeter.

Richtig ist: Nur im Verbund können Honig- und Wildbienen gemeinsam die Bestäubungsleistung (80 Prozent aller Pflanzen sind auf die beiden angewiesen) erbringen. Wildbienen und alle anderen Insekten sind uns auch wichtig. Daher unterstützen wir Honigbienen und Wildbienen in gleichem Maße. Bedroht sind die Wildbienen wie alle anderen Insekten übrigens dadurch, dass sie kein ausreichendes Nahrungsangebot vorfinden. Hier findet ihr einen interessanten Artikel im Deutschen Bienenjournal zu der Fragestellung. 

3. Vorwurf: Die Imker, die ihr unterstützt, sind nicht fachkundig und nicht ausgebildet.

Stimmt nicht. Richtig ist: Wir haben strenge Kriterien, wer PROJEKT 2028-Imker werden kann und wer nicht. Alle unsere Imker müssen eine abgeschlossene Ausbildung nachweisen und sie müssen bereits mindestens einmal ein Bienenvolk erfolgreich durch den Winter gebracht haben. Wer zudem einen Imkerpaten hat, wird bevorzugt behandelt. Außerdem empfehlen wir allen unseren PROJEKT 2028-ImkerInnen die Mitgliedschaft in einem Imkerverein. So wird der Wissenstransfer von erfahrenen ImkerInnen an die nachkommende Generation sichergestellt.

4. Vorwurf: Hektar Nektar will aus dem Bienensterben Profit machen.

Falsch. 80 Prozent aller lukrierten Mittel fließen direkt in den Bienenschutz - zu je gleichen Teilen zu den Honigbienen und den Wildbienen. Und unsere Bemühungen geben uns Recht: Bis jetzt konnten wir die Bienenpopulation in Österreich und Deutschland um 20 Millionen Bienen steigern und das Bewusstsein für Arten- und Naturschutz wächst in weiten Teilen der Bevölkerung.

5. Vorwurf: Hektar Nektar verschickt Bienenvölker rund um den Erdball und leistet damit Bienenkrankheiten Vorschub.

FALSCH! Über den Marktplatz von Hektar Nektar werden ausschließlich regionale Bienenvölker gehandelt. Alle Völker müssen ein Gesundheitszeugnis vorweisen.

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