Silke Spiel
Silke Spiel
aus 1190 Wien, Österreich
imkert seit 2019

"Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben." Alleine dieser Zusammenhang zwischen uns jungen Lebewesen und dem schon so lange auf der Erde vorhandenen Insekt, das für so selbstverständlich erachtet wird, ist beeindruckend. Antwort meines Mannes: Das glückliche Summen der Bienen.

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Imkerin

Hallo! Ich bin Silke

Ich betreue ein Bienenvolk seit 2019
Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Naturmensch. Wandererin. Tierfreund. Nie zu alt, um zu lernen. Weiblich und zu jung, um der Durchschnittsimker zu sein. Vegetarierin.

Wieso imkerst du?

Um zu beobachten und zu lernen. Um der Natur und den Bienen zu helfen. Der maximale Honigertrag ist nicht mein Ziel, sondern den Bienen ein möglichst artgerechtes Umfeld zu bieten. Daher imkere ich auch bio - um den Bienen und der Umwelt mein Bestes zu bieten.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Ich besuche derzeit noch den Imker-Grundkurs der Imkerschule Wien. Außerdem werde ich durch einen Imkerpaten durchs erste Bienenjahr begleitet.

Meine Aktivitäten

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Feb 2020
Erster Blick in den Olymp nach dem Winter

Natürlich ist der Winter noch nicht vorbei. Natürlich wird es - zumindest in der Nacht - doch wieder mal Minusgrade haben. Und vermutlich wird's dann auch zu Ostern wieder schneien. ;-) Aber heute, am 22. Februar, hatten wir Sonnenschein bei 15 Grad, und so konnten wir einen Blick in unsere Völker wagen. Wir wollten nämlich überprüfen, ob unsere Mädels noch genug Futter übrig haben, um bis zu den ersten nektargebenden Blüten versorgt zu sein. Es war bestes Flugwetter, und so war es keine Überraschung, dass auch die Damen des Olymps eifrig unterwegs waren und Unmengen an Pollen sammelten. Hasel, Krokus, Schneeglöckchen... all das blüht gerade in der Gegend und bietet für unsere Bienchen den ersten Pollen des noch so jungen Bienenjahres. Futter haben unsere Göttinnen noch genug, auch sind die Wabengassen sehr gut besetzt - ein Zeichen, dass das Volk offenbar ganz gut bisher über den Winter gekommen ist. Die Folie zwischen Brutzarge und Deckel war leicht feucht, und der Pollen wurde zu Haufen angekarrt - das ist ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass Brut vorhanden ist. Das wiederum bedeutet, dass die Königin da ist und lebt. Und das macht uns Imker sehr glücklich. :-) Das Video vom Flugloch zeigt, wie munter es heute am Olymp zuging.

Hummel
Aug 2019
Winter is coming...

Auch wenn viele noch die Sommerferien oder Urlaube genießen, so neigt sich das Imkerjahr doch merklich dem Ende zu. Man merkt, dass die Bienchen langsam schon fast panikartig nach Nahrungsquellen suchen, jede Blume wird angeflogen und probiert, sogar die bunten Gartenschuhe mit rosa Farbklecksen werden nicht verschont. Es könnte ja doch Nektar sein, man weiß ja nie! Seit einigen Wochen füttern wir bereits unser Jungvolk zu, und es nimmt das Futter prächtig ab. Einmal werden wir vor dem Herbst noch eine Varroabehandlung durchführen, dann gibt's noch die Herbstrevision und danach nur mehr die Oxalsäurebehandlung am Ende des Jahres. Dann ziehen sich die Winterbienen zu einer Traube zur Überwinterung zusammen, während der Mensch sich in die Retrospektive zurückzieht: Was haben wir in unserem ersten Imkerjahr nicht so gut gemacht, was haben uns die Bienen verziehen, und wie können wir es nächstes Jahr besser machen. Alles Fragen für den langen Bienenwinter... Das Foto hier zeigt einmal ausnahmsweise kein Bienchen, sondern eine Verwandte. Unsere Pflanzen werden auch gerne von Hummeln besucht, die sich besonders gerne in den Lavendel richtiggehend eingraben. Und nicht nur das: viele Wildbienen haben ihre Eier in die Erde der Erdbeerpflanzen oder zum Thymian hinein abgelegt - wir sind schon gespannt, was da im neuen Jahr alles schlüpfen wird! Daher auch das Plädoyer an alle Gartenbesitzer (und auch Balkon-/Terrassenbesitzer): pflanzt heimische blühende Pflanzen, die auch im Herbst noch Nektar geben. Verzichtet auf den sinnlosen Kirschlorbeer und auf eine Betonwüste in eurem Garten, sondern gebt den Insekten einen kleinen Teil jener Natur zurück, die vom Menschen schon zu viel okkupiert wurde. Lasst Natur wachsen und gedeihen. Löwenzahn ist kein Unkraut, Schnittlauch blüht wunderschön, und eine Sonnenblume ist für Bienen und Hummeln ein Paradies!

Olymp in action
Aug 2019
Ein Monat später...

Mittlerweile residieren die Göttinnen schon ein Monat auf unserer Terrasse, und es hat sich viel getan! Die Mädels mussten die erste Varroabehandlung über sich ergehen lassen, was sie aber mit einer stoischen Gelassenheit hingenommen haben. Auch für uns war es die erste Behandlung, und entsprechend gebangt waren wir, ob ja alles gut gehen wird. Umso erfreulicher war es, ca. ein Monat nach Erhalt der Bienchen wieder mal einen Blick ins Innere zu werfen und zu sehen, dass alle Wabengassen schön gefüllt sind (s. Foto) und bereits eifrig die Mittelwände ausgebaut wurden. Auch vor dem Flugloch war schon einiges frühmorgens um 7 Uhr los (s. Video) - die Olymp-Bewohnerinnen sind eifrige Pollensammler, wie wir in den letzten Wochen erfreut festgestellt haben. Derzeit füttern wir sie außerdem bereits in Vorbereitung für den Winter zu, daher auch die Verengung des Fluglochs, um einer etwaigen Räuberei vorzubeugen. Nähert sich dann doch mal eine hungrige Wespe, kriegt sie ein paar Male was aufs Aug und überlegt es sich sehr genau, da nochmal in die Nähe des Fluglochs zu kommen. Ansonsten sind die Mädels sehr friedfertig, und es ist eine Freude, mit ihnen zu arbeiten.

Entdeckelt
Jul 2019
Die Honigmacherinnen

Gestern war der große Tag - wir haben zum ersten Mal den Honig unserer eigenen Bienen geerntet. Natürlich haben unsere neuen Mitbewohner im Olymp noch keinen eigenen Honig (die Mädels müssen ja erst einmal ihre Behausung fertig aufbauen!), aber von einem unserer anderen drei Völker wussten wir, dass sie brav Nektar gesammelt hatten. So ging's am frühen Morgen um 6.30 Uhr zur Entnahme der fertigen Honigwaben. Ein bißchen taten mir die Mädels von unserer Cloud Cuckooland schon leid... so brav haben sie heuer trotz widriger Wetterbedingungen gesammelt und gehortet, und dann kommen zwei so Menschlein daher und klauen ihnen ihre wertvolle Winternahrung. Eine der Damen hat sich dann auch an mir gerächt, mein erster Stich von unseren Völkern - und vermutlich gerechtfertigt. Ich kann es ihnen wirklich nicht übel nehmen. :-) Danach ging es ans Entdeckeln und Schleudern, was gerade beim ersten eigenen Honig so unglaublich spannend ist. Der Honig dürfte tatsächlich einen Waldhonigeinschlag haben, unglaublich! Er schmeckt sehr intensiv, leicht harzig und zugleich blütenleicht nach Minze - danke, ihr hübschen Lindenbäume um die Ecke für dieses kostbare Gut! Natürlich haben wir unseren Bienchen nicht alles weggenommen, das macht man gerade als Hobby-Imker einfach nicht. Und abends haben wir sie dann auch noch brav mit Bio-Futter eingefüttert. Jetzt steht dann eine nicht so angenehme Tätigkeit für Imker und Biene an: die notwendige Varroa-Behandlung. Wie unser Imker-Pate sagt: Ohne Behandlung gibt's sehr wahrscheinlich keine Bienen mehr im Frühjahr... auch diese Schattenseite ist beständiger Teil der Imkerei.

Olymp einzug
Jul 2019
Der Einzug in den Olymp!

Am Freitag war es dann soweit, unsere Bienchen sind eingetroffen! Die Beute hatten wir bereits vor ein paar Wochen mit Bio-Leinöl (kalt gepresst) mehrmals eingestrichen, und die Plakette wurde auch gerade noch rechtzeitig für die Montage geliefert. Jetzt stand dem Einzug nichts mehr im Weg! War das aufregend, als dann etliche tausend Bienen über unser Anflugbrett in Richtung Flugloch rannten, ihrer Königin entgegen! Ein paar hartnäckige fanden anfangs ihre Kiste noch besser (vielleicht waren sie in ihrem früheren Leben Katzen?!), aber wir konnten sie dann doch davon überzeugen, dass es sich im Nadelholzkisterl langfristig besser leben lässt als in der Pappschachtel. Noch schnell die beim Imkershop unseres Vertrauens besorgte Futterzarge installiert, und dann war auch alles schon erledigt. Jetzt dürfen sich die Mädels in ihrem Olymp erst mal gemütlich machen und einleben!

Hektarnektar1
Jun 2019
Danke, dass ich dabei sein darf!

Die Ausrüstung ist schon da, jetzt fehlen nur mehr die Bienchen und ihre Behausung. Einen Namen haben mein Mann und ich für sie ja schon gefunden: Olymp, nach dem Sitz der griechischen Götter. Neben unseren anderen Völkern Atlantis, Cloud Cuckooland und Themyscira reiht sich Olymp perfekt in den Reigen ein. Mit Himmeltau als Unterstützung - welcher Name passt da wohl besser? Olymp - der Himmel der Götter, wo Ambrosia und Nektar gereicht wird. Himmeltau, das uns hilft, damit unsere Bienen Nektar sammeln können. Nur, dass auf unserem Olymp die Göttinnen die Macht haben. Aber die Sache mit dem Nektar ist unverändert. Ob unsere Königin wohl Hera ist, die Familiengöttin? Oder doch eher Demeter, die Muttergöttin? Wir sind gespannt!

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