Christoph Zöttl

Christoph Zöttl, 30 imkert seit 2003

In 2,3 Sätzen: Was fasziniert dich an der Biene?

Mich fasziniert ihre emsige und fleißige Arbeit zum Nutzen aller im Bienenvolk. Und ihre unterschätze Auswirkung auf die Vegetation und somit auch alle anderen Lebewesen.

Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Mein Name ist Christoph, ich bin im technischen und beratenden Bereich selbständig. Meine Wurzeln sind am Land, da ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin. Die Naturverbundenheit ist mir geblieben und diese lebe ich auch heute noch als Ausgleich bei meinen Bienen aus.

Wieso imkerst du?

Der Beginn meiner Faszination an den Bienen startete bereits als kleines Kind als ich am Dachboden die alten Bienenbeuten meines leider bereits verstorbenen Großvaters gefunden habe. Ich stellte die Beute mithilfe meines Vaters im Freien auf und glaubte fest daran, dass sich "obdachlose Bienen" dort einfinden würde. Ich versuchte einzelne Bienen im Umkreis mithilfe der Blüten auf der sie gerade Nektar holten zum Stock zu befördern. Ob man's nun glaubt oder nicht, aber tatsächlich zog im selben Jahr noch ein Schwarm ein (vermutlich von meinem Nachbarn)! Mein Vater organisierte einen Berufsimker der sich um den Schwarm als auch um mich annahm...

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Natürlich besuchte ich die Imkergrundkurse, mit meinem Vater als Begleitung, da noch minderjährig. Das praktische Arbeiten lernte ich von dem Berufsimker, der mich immer wieder besuchte und mir von der Varroabehandlung bis zur Königinnenzucht alles notwendige lehrte. Genauso wissbegierig hab ich natürlich alles aufgenommen, was ich durch Bücher und Foren in die Finger bekommen hab.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

Das kommt denke ich wie überall auf die Person an. Ich kenne solche die ungern über ihre eigenen Betriebsweisen plaudern, andere dagegen erzählen überzeugt und voller Euphorie wie sie die jeweiligen Themen handhaben. Als Jungimker hatte ich Glück an so einen Imker gekommen zu sein.

Die Anzahl der ImkerInnen steigt. Die Anzahl der Bienenvölker nicht. Was ist deiner Meinung nach der Grund?

Ich denke einerseits fehlt die Awareness über die Wichtigkeit der Bienenhaltung, da könnte man mehr in Schulen und Kindergärten machen um früh die Scheu zu verlieren. In meinem Umfeld gibt es viele Jugendliche als auch Erwachsene die z.B. den Unterschied zwischen Hummel, Bienen und Wespen nicht kennen. Also mehr Aufklärung, Angst vor den Bienen nehmen und zusätzlich Möglichkeiten für einen leichteren Einstieg schaffen.

Wie viel sollte ein Kilo Honig deiner Meinung nach kosten?

Kommt drauf an. Solange der "Supermarkt Honig aus EU und Nicht-EU-Ländern" nicht klarer gekennzeichnet ist und die Unterschiede zu echtem Bienenhonig in der Bevölkerung angekommen ist, kann man sich meiner Meinung nach nicht allzu weit von diesem Preissegment entfernen.

Ist der/die ImkerIn der größte Feind der Bienen?

Teilweise verstehe ich diese Aussage, da Gutgemeintes langfristig oft negative Auswirkungen hat. Fakt ist aber, dass Imker sich das Beste der Bienen im Sinn haben.

Frage 3 ImkerInnen, bekomme 4 Antworten. Wieso ist das so in der Imkerei?

Wenn 2 Ärzte der gleichen Meinung sind, ist einer davon kein Arzt. Liegt in der Natur des Menschen.

Was empfiehlst du ImkerInnen, die neu beginnen?

Einem Bekannten der imkern beginnen will, hab ich erstmal HektarNektar empfohlen ;) Und dann natürlich einen Imkerpaten zu finden, der auch bereit ist seine Tipps und Tricks preiszugeben, als auch bei neuen Situationen einfach mal vorbeikommt und dabei unterstützt. Und dann natürlich Fachbücher lesen was das Zeug hält. (Vom obligatorischen Imkergrundkurs mal abgesehen)

Was denkst du über Hektar Nektar?

Eine Idee die dringend notwendig ist, allein schon zwecks Awareness der Bevölkerung. Unterstützenswertes Projekt!

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