David Hablützel

David Hablützel, 39 imkert seit 2014

Die Schönheit der Damen, siehe meine Bilder

Über mich

Stell dich doch kurz vor: Wie bist du zur Imkerei gekommen?

Tiere faszinierten mich schon als kleiner Junge. Mit Wellensittichen, Nymphensittichen, Katzen, Mäusen und vielem mehr verbrachte ich meine Jahre als Schüler, Kondukteur, IT Spezialist und zuletzt als Sicherheitsdienstmitarbeiter. Bei einem Familienspaziergang an einem Sonntag liefen wir an einem Bienenhaus vorbei. Mein Sohn wollte unbedingt in das Bienenhäuschen. Also vereinbarte ich mit dem zuständigen Imker einen Besuchstermin. Kaum waren wir draussen, sagte mein Sohn: «Papa, ich will eigene Bienen haben und eigenen Honig produzieren.» Kurz darauf begann ich die zweijährige Imkerausbildung, die ich 2015 erfolgreich abschloss. Während der Ausbildung versuchte ich an Bienenvölker zu gelangen und habe ein paar Personen angeschrieben. Kurz darauf meldete sich eine Gemeinde mit der Bitte für jemanden einzuspringen, der bis jetzt Wespen für sie abräumte. Natürlich nahm ich diesen Auftrag an. Kurze Zeit später rief mich wieder eine Gemeinde an: «Sie haben doch…. könnten Sie bitte……», auch hier half ich die Wespen zu entfernen. Da mir diese Tiere jedoch am Herzen lagen, suchte ich jemanden, der Umsiedlungen macht und hab mich mit einem langjährigen Wespenspezialisten unterhalten, der das seit über 15 Jahre macht. Ab diesem Zeitpunkt begann ich nur noch Umsiedlungen vorzunehmen – und darf heute, als professioneller Wespen- und Hornissen-Umsiedler für Polizei, Gemeinden, Immobilienverwaltungen sowie Feuerwehr Wespen und Hornissen umsiedeln. Aufgrund der Rapporttätigkeiten benutzte ich zuerst mein Handy um Fotos zu machen – damit ich jeweils den Auftraggebenden belegen konnte, wie gross die Nester waren, um was für Tiere es sich handelt und was gemacht werden musste. Eines Tages, im Spätsommer 2014, im Garten meiner Schwiegereltern begann meine Faszination für Hornissen. Mit diesem Foto (oben rechts), das mit dem Handy geschossen wurde, habe ich meine Beziehung zu den Hornissen aufgebaut und war seit diesem Tag restlos begeistert von diesen Tieren. Überspitzt formuliert: Seit dem 24. September 2014, begab ich mich regelrecht auf Fotosafari mit meinen Lieblingen. Ab 2015 kamen meine ersten Hornissen Einsätze. Der erste Einsatz mit einem sehr grossen Hornissen-Nest war auf einem Kinderspielplatz. Die Hornissen hatten bereits mehrere Kinder gestochen und mussten daher umgesiedelt werden.

Was fasziniert dich an der Imkerei?

Die Faszination an den Bienen hatte ich schon als kleines Kind. Das ich heute mit ihnen zusammenarbeiten kann ist für mich eine Lebenserfüllung. Die Kunstwerke haut Nah mitzuerleben ist eine unbeschreibbares Gefühl das mich jeden Tag glücklich leben lässt. Die Produktion des Honigs ist das i Pünktchen!

Wie hast du das Imkern erlernt? An einer Schule, mit einem Paten oder im Selbststudium? Was hat dir dabei besonders gut gefallen, was nicht?

VDRB / Kanton Thurgau. Meine Imker Lehrer sind selbst Imker. Wir haben zuerst ein Jahr beim einen Imker gelernt, dann im zweiten Jahr beim anderen. Warum zwei verschiedene Lehrer? Jeder Imker macht es so wie es für ihn am besten passt - so wie er am besten seine Bienen übder den Winter bringen kann. Der eine hat diese Ideen, der andere hat diese Ideen. Eine Kombination aus eigenen Ideen macht das Imkern einfacher und erfolgreicher.

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Der Imker muss seine Bienen über den Winter bringen so das diese wieder den Frühling erleben dürfen. Zudem muss er einen Bienenstandort finden andem sie vorSachbeschädigungen geschützt sind. Ein starkes Volk für den Winter aufzubauen ist nicht immer einfach. Bei mehreren Bienen Völker ist der Zeitaufwand nicht zu unterschätzen.

Was lernt ein Imker in der Imkerausbildung?

Der Imker lernt grundsätzlich den Umgang mit den Bienen. Was welche Krankheiten wie erkannt werden. Die Vorbereitungen für die Behandlungen werden erlernt. Das Erkennen von Krankheiten, wie muss reagiert werden, wass muss getan werden, wen muss ich informieren. Das Wichtigste: Praxiserfahrung - evtl sogar bei einem Imkergötti zu erlernen.

Wie hast du das Imkern erlernt?

Ich habe die Imkerausbildung absolviert. Nebst der Ausbildung von ich fleißig beim Imker Götti gewesen und konnte Praxis und Theorie verknüpfen. Die Praxis ist ein wichtiger Bestandteil der ganzen Ausbildung. Es gibt kein richtig oder falsch. Jeder Imker arbeitet so wie es für ihn richtig ist. Das wichtigste ist und bleibt die Bienen gesund und munter den Frühling zeigen zu können.

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Ich bin Fachberater in Sachen Wespen und Hornissen. Leider greifen immer noch zuviele Personen zu Insektiziden. Aufklärung der Insekten ist zuwenig bei den Menschen angekommen. Seit ich Imker bin konnte ich viele viele Menschen davon abhalten die Tiere zu töten. Schon nur mit fachlicher Beratung ist es möglich die Personen davon zu überzeugen mit den Tieren zusammen zu leben.

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

Ich nutze die Vereinsinformationen und da sNetzwerk um bei Problemen die richtigen Ansprechpartner zu finden. Der zusammenhalt ist wichtig um auch mögliche schwarze Schafe zu eruiieren und denen den Umgang mit den Bienen zu erklären. Ein Netzwerk ist sehr wichtig und gehört meiner Meinung nach heute zum Standard.

Was machst du im Winter?

Ich kontrolliere meine Völker in regelmässigen Abständen. Im Dezember werde ich die Varobehandlung machen, die Tiere, wenn nötig nochmals füttern. Die Kästen schütze ich vor der Kälte mit Isolierung. Eine Wärmebildkamera hilft mir jeweils undichte Stellen zu erkennen um somit den Wärmehaushalt der Bienen etwas zu kontrollieren.

Wie oft wirst du gestochen?

Ich werde regelmässig gestochen. Als Wespen- und Hornissen Experte muss man ressistent gegen die Stiche sein. GEstochen werde ich regelmässig; habe es aufgehört zu zählen, darum kann ich hier keine genauen ZAhlen liefern. Obwohl ich dieses Jahr mehr als 40 Hornissen Völker umgesiedelt habe, wurde ich 2 mal von Hornissen gestochen. Von den Bienen? Smile... regelmässig beim Standbesuch..

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

Der Start in eine Imkerei kostet ca CHF 1500.-, je nach Ausrüstung und Bienenvölkeranzahl. Einen Start unter 4 Bienenvölker empfehle ich nicht. Grund dafür ist: wenn man ein Vlk im Winter verliert ist der Verlust und die negative Erfahrung nicht so gross um weiter zu machen. VErliert man alles (im Besitze eines Volkes) ist die ÜBERWINDUNG etwas grösser als wenn man noch weitere Völker besitzt.

Vermehrst du Bienenvölker?

Ein Imker muss seine Völker vermehren; auch wenn er sie danach verkaufen kann oder einem Imker Kollegen gibt. Dies ist wichtig um den Bestand der Bienen zu vermehren. Ohne Bienen sieht es schlecht für uns aus. Darum, umso mehr Bienen, umso besser. Ich schaue immer das ich mit mindestens 10 Völker in den Winter gehen kann.

Kannst du von der Imkerei leben? // Möchtest du von der Imkerei leben können?

Nein, ich kann von der Imkerei nicht leben. Ich lebe jedoch von den Umsiedlungen und Beratungen die ich im Bezug auf Wespen und Hornissen gebe. BAld werde ich zusätzlich den Bieneninspektor absolvieren, dann kann ich nebst den Wespen und Hornissen auch Bienenangelegenheiten erledigen. Ziel ist es ganz von der Imkerei zu leben (Umsiedlungen, Beratungen, Fachvorträge usw, nicht aber von Bienenvölker)

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