Dustin H.
Dustin H.
aus 75233 Tiefenbronn, Deutschland
imkert seit 2017

Die verschiedenen Arbeitsaufgaben der Biene, die Kommunikation und das gegenseitige profitieren zwischen Biene und der Natur sind für mich sehr interessant. Man kann fast täglich neue Geheimnisse des Bienenvolkes entdecken.

Imker

Hallo! Ich bin Dustin

Ich betreue 3 Bienenstöcke seit 2017.
Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Ich bin 35 Jahre alt, lebe und imkere am Rande des wunderschönen Nordschwarzwaldes. Beruflich konstruiere ich komplexe Maschinen. Zum Ausgleich ist die Arbeit am Bienenstock und Sport ein wichtiger Teil in meinem Leben.

Wieso imkerst du?

Aus Liebe zur Natur und zum Honig. Ich möchte etwas zum Erhalt und zur Förderung der Natur beitragen.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Über den Imkerverein Leonberg habe ich an einem Imkerkurs für Neueinsteiger teilgenommen, anschließend habe ich mir dort an verschiedenen Kursen weiteres Wissen angeeignet (u.a Honigschulung/ Waldtracht/ Varroose) Durch die große Auswahl an Fachliteratur halte ich mich auf dem Laufenden und lerne dadurch immer wieder neues.

Interview

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Die Natur gibt die Vorgabe was wann zu tun ist - wetterunabhängig.

Was lernen ImkerInnen genau?

Die Imkerei ist ein Hobby, bei dem man immer wieder neue Dinge lernen und seine Schwerpunkte verändern kann. Schon seit mehreren tausend Jahren nutzt der Mensch die Honigbiene, aber bis heute ist noch nicht alles erforscht. - Respekt vor der Natur - Das eindrucksvolle Leben im Bienenstock - Wie Flora, Fauna und die Biene voneinander profitieren - Königinnenzucht - Wandern (das Verstellen von Bienenvölkern an einen anderen Standort) - Sortenhonige - Verarbeitung der Stoffe im Bienenstock (Honig, Wachs, Propolis, Pollen) - Vermarktung/ Vertrieb - Umgang mit Lebensmittel - Hygiene - Inhaltsstoffe

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Man lernt mit der Natur zu leben und dass sie Ihre eigenen Gesetze hat.

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

Die Unterstützung ist groß, man kann Wissen und Erfahrungen austauschen.

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

Pauschal kann man das nicht genau sagen, denn es ist wie bei jedem Hobby, es gibt viel Luft nach oben. Startkosten: - Beute Komplett ca. 190€ - Bienen (Ableger) ca. 130€ - Betriebsmittel (Anzug, Smoken usw.) ca. 90€ - Schleuder (evtl. leihen) ca. 150€ - Entdeckelungsgeschirr (evtl. leihen). ca. 100€ - geeichte Waage (evtl. leihen) ca.150€ Laufender Betrieb: - Arznei (evtl. Staatliche Förderung) ca. 15€/ Jahr und Beute - Wachsplatten ca. 15€/ Jahr und Beute - Honigglas mit Etikett (Mehrweg) ca. 40€/ Jahr und Beute - Auffütterung (Winter). ca. 20€/ Jahr und Beute - Reinigung Desinfektion ca. 5€/ Jahr und Beute - Rauchmaterial ca. 5€/ Jahr und Beute

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

Ich kann nicht von der Imkerei leben, würde es aber gerne. Leider sind die Honigpreise für Aufwand und Ertrag nicht angemessen.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

Ich konnte diese Erfahrung bisher noch nicht machen. Meiner Erfahrung nach, teilen sie gerne Ihr Wissen.

Sind Bienen das anstrengendste oder betreuungsintensivste Haustier?

Das kann ich nicht wirklich beurteilen. Ich gehe davon aus, dass ein Hund mehr Zeit, Aufmerksamkeit und Geld in Anspruch nimmt

Die Anzahl der ImkerInnen steigt. Die Anzahl der Bienenvölker nicht. Was ist deiner Meinung nach der Grund?

Dass die ImkerInnen weniger Völker haben um den Arbeitsaufwand geringer zu halten.

Was unterscheidet die neue Imkergeneration von der alten?

Globales Wissen steht der neuen Imkergeneration, dank den neuen Medien, immer, sofort und oft kostenlos zur Verfügung

Wie viel sollte ein Kilo Honig deiner Meinung nach kosten?

25€/Kilo

Wie sieht sinnvoller Bienenschutz aus?

Durch Aufklärung und Wissen können die Menschen sensibilisiert werden.

Was empfiehlst du ImkerInnen, die neu beginnen?

Ich empfehle den Einstieg über einen Verein oder Bienenpate, dass man einen "roten Faden" hat, nach dem man arbeiten kann und ein Grundgerüst geschaffen ist. Es gibt viele verschiedene Wege, die zum Ziel führen. Daher kann man sich leicht verfranzen. Man sollte sich möglichst viel Wissen aneignen.

Was denkst du über Hektar Nektar?

Ich finde es ist eine wirklich tolle Idee und bin gespannt, wie Hektar Nektar sich entwickelt und wohin die Reise geht. Ich schätze es sehr, dass ich ein Teil davon sein darf und helfe gerne bei dem Projekt mit. Besonders schön ist, dass die Tradition der Imkerei mit neuesten Medien verknüpft wird.

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