Jänner - Hurra, die Beute ist da

Jan 2022

Im Jänner kam - lange ersehnt - die gesponserte Beute. Zwar musste der Gitterboden getauscht werden, aber letztendlich ist alles angekommen. Aber noch ist bei den Bienchen für die Imerkin nicht viel zu tun. Die Temperaturen liegen noch deutlich unter 15 Grad - viel zu kalt für die Bienen, um auszufliegen.

Sabine Rauch
aus Wien
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Jul 2024

Juli - das Monat der Honigernte

In Wien ist mit dem Ende der Blütezeit der Linde im Prinzip auch schon die Honigsaison zu ende. Dann wird es Zeit, abzuernten. Und das ist auch eine der arbeitsintensivsten Zeiten in der Imkerei. Eine Honigernte läuft folgendermaßen ab: Man fährt zeitig in der Früh zu den Bienenvölkern und nimmt ein Honigrähmchen nach dem anderen aus dem Stock, kehrt dies von den Bienen ab und gibt sie in eine Transportbox. Was sich so einfach anhört, ist aber nicht einfach, weil die Bienen natürlich versuchen, ihren Vorrat zu verteidigen, weshalb man ständig schauen muss, dass man nicht auch Bienen mit in die Transportbox einsperrt. Hat man dies bei allen Völkern am Standort erledigt, fährt man zum Schleuderraum: Also der Raum, in dem die Waben entdeckelt und anschließend geschleudert werden. Zunächst beginnt man mit dem Entdeckeln der einzelnen Waben, denn die Bienen haben den Honig, nachdem sie ihn ausreichend getrocknet haben, mit einer dünnen Wachsschicht verdeckelt. Als Lebensmittelproduzent muss man natürlich auch Hygienevorschriften beachten, weshalb es wichtig ist, Haarnetz sowie Handschuhe und entsprechende Schutzkleidung zu tragen. Die entdeckelten Waben kommen in die Honigschleuder. Wenn diese befüllt ist, wird sie aktiviert und der Honig aus den Waben geschleudert. Dieser fließt von der Schleuder über ein Doppelsieb in einen Eimer, um die Wachsteilchen aus dem Honig heraus zu filtern. Anschließend wird der so gefilterte Honig noch über ein sehr feines Sieb in einen sogenannten Lagerbehälter gefiltert, um auch die letzten Wachspartikel heraus zu filtern. Nach ca 7 Tagen wird der Lagerbehälter geöffnet und der sich an der Oberfläche des Honigs gebildete "Schaum" abgezogen, damit der Honig komplett geklärt ist. Anschließend kann er entweder weiter gelagert, abgefüllt, zu Cremehonig verarbeitet oder für die Met- bzw. Oxymelproduktion verwendet werden.
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Jun 2024

Die Bienen sind da

Im Juni war es so weit: Die Bienen sind da. Sonntag, den 09. Juni, durften die Bienen in ihr neues zu Hause einziehen. Doch wie geht das vor sich? Rund 1,5 kg Bienen (das sind ca 15.000 Bienen) samt ihrer Königin werden in einer Box (in diesem Fall einer Multibox) für 2 Tage kühl und dunkel gestellt. Das geschieht, damit sich die Bienen beruhigen und an ihre neue Königin gewöhnen. Die Königin selbst ist in einem "Käfig". Durch diesen Käfig kann sie ihre Pheromone verströmen und wird von den Arbeiterinnen gefüttert. (Übrigens: Die Königin wird ihr ganzes Leben lang gefüttert und frisst so gut wie nie selbst.) Nach diesen 2 Tagen werden sie in der Box zum Standort gebracht, an dem schon die Beute auf sie wartet. Die Bienen werden durch die Löcher der "Multibox" mit Wasser besprüht, damit sie nicht gleich auffliegen, sobald die Box geöffnet wird. Dann wird die Box geöffnet und der Käfig mit der Königin entnommen. Dieser Käfig wird in der Beute zwischen die Rähmchen gehängt. Der untere Teil des Käfigs wird aufgebrochen; über diesen Bereich können sich die Bienen zur Königin durchfressen (wirklich durchfressen, weil dieser untere Teil mit sogenanntem Futterteig verschlossen ist). Anschließend wird unter die Rähmchen die Multibox gestellt und der Deckel entfernt. Danach wird die Futtertasse aufgesetzt, in die Futtertasse ausreichend Futter für die nächsten Tage gegeben und die Beute verschlossen. Dann werden die Bienen für drei, vier Tage in Ruhe gelassen, damit sie sich in ihrem neuen zu Hause eingewöhnen können. Nach dieser Zeit wird nachgesehen, wie es den Bienen geht; gegebenenfalls wird nachgefüttert. Auch werden sie mit Oxalsäure wegen der Varroamilbe behandelt, damit sie einen möglichst guten Start haben. Ach ja, "wenig auffliegen" bedeutet aber auch, dass doch einige auffliegen. Und dabei zeigt sich sehr schnell, dass Bienen ein "wehrhaftes Völkchen" ist. Zwei dieser wehrhaften Wesen haben ihren Stachel gleich mal in den Lederhandschuh gesteckt. Das hat natürlich auch bedeutet, dass sie dadurch ihr Leben verloren haben - Bienen werden sich immer für ihr Volk opfern - doch gleichzeitig ermöglichte es dieses Foto, in dem man nicht nur die Stachel, sondern auch die Giftblasen sieht. Über diese Giftblasen pumpen die Bienen das Gift in ihr Opfer.
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