Ausflug und Besonderheiten

Dez 2021

Sammelleidenschaft
Die Hauptaufgabe einer Biene in der zweiten Lebenshälfte beinhaltet das sammeln von Nektar, Honigtau, Wasser und Pollen. Durch das anfliegen der Blüte sammelt sie automatisch Pollen mit kleinen "Härchen" an ihrem Hinterleib und an ihren Beinen. Diese einzelnen Pollen werden zu "Pollenhöschen" an den Hinterbeinen verstaut und dienen als Nahrung im Bienenstock. Mit ihrem Rüssel saugt die Biene den Nektar aus den Blüten und lagert diesen in Waben im Bienenstock ein. Dieser Nektar wird von den Bienen im Stock getrocknet und durch das mehrmalinge verarbeiten der Bienen geben sie ihre Enzyme an den Honig ab, Diese Enzyme machen Honig zu einem antibakteriellen und gesunden Nahrungsmittel.

Stock Verteidigung
Die sogenannten Wächterbienen bewachen das Flugloch. Alle anfliegenden Bienen werden auf Geruch und Verhalten untersucht. Sollten Feinde wie z.B. Wespen, Hornissen oder sogar Mäuse versuchen in das Volk einzudringen, werden sie angegriffen. Bienen nutzen dazu ihren Giftstachel und opfern ihr Leben für das Leben des Volkes. Der Stachel bleibt meist durch die Widerhaken stecken und die Biene ist dem Tod geweiht. Zur Vorbeugung von Räuberei anderer Völker oder eindringen von Mäusen verkleinert der Imker das Flugloch, um den Bienen das Verteidigen zu erleichtern. Ohne diese Verteidigung wären Bienenvölker leichte Beute für Feinde.

Kommunikation der Biene
Bis heute wird an der wohl erstaulichsten Eigenschaft der Biene geforscht. Bienen können ihren Standort von z.B. Wasser- und Futterquellen an ihre Artgenossen weitergeben. Diese Kommunikation funktioniert über den sogenannten Schwänzeltanz. Durch Bewegungen des Hinterleibs und kreisförmige Laufbewegungen geben sie detaillierte Informationen weiter, damit die nächste Biene genau an diesen Standort zurück findet. Bienen orientieren sich an markanten Stellen in der Landschaft wie z.B. Gebäude, Bäume und Landschaften.

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Mär 2022

Der erste Sturm 2022

Der erste Sturm 2022 ohne nennenswerte Schäden. Gestern startete unsere Saison 2022 mit dem ersten Eingriff an den Bienen. Aufgrund der Sturmwarnung bekamen all unsere Völker einen Spanngurt verpasst. Durchaus können bei Wingeschwindigkeiten 80 kmh + die Deckel von den Beuten geweht werden. Zusätzlich wurden alle Bienenvölker angekippt, um eine Auswinterungskontrolle durchzuführen. Anschließend wurde die sogenannte Windel eingelegt, um eine Varroa Kontrolle durchzuführen und die Völker bis ins Frühjahr fast komplett zu verschließen. Dies soll das Brutnest etwas vor Wind und Kälte schützen. Was viele nicht wissen ist das das Bienenvolk im Winter sozusagen nach unten offen ist, da Bienen kalt sitzen sollen. In einer Bienenbeute ist somit nach unten nur ein Gitterboden oder zusätzlich die Windel die im Frühjahr bei einsetzenden Tracht wieder entfernt wird. Die Völker die die Bienensaison 2022 leider nicht erleben können, wurden verschlossen und von den Ständen entfernt. Im nächsten Arbeitsgang werden die Waben dieser Völker eingeschmolzen, um neue Mittelwände oder Wachs für die Kerzenherstellung zu gewinnen. Liebe Grüße euer Imker aus Willofs www.imkerei-klinkenberg.de
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Feb 2022

Arbeiten im Bienenstock

Brutpflege Eine Arbeiterin führt am Tag mehrere Pflegebesuche an den einzelnen Maden durch. Sie reinigt die Zelle und kümmert sich um die Ernährung der einzelnen Bienenmaden. Wenn das Stadium der Made weit genug fortgeschritten ist, verschließt die Arbeiterin die Wabenzelle. Nun kann die Made sich verpuppen und eine neues Bienenleben entsteht. Sauberkeit Die Sauberkeit wird sehr groß geschrieben im Bienenstock. Junge Arbeiterinnen putzen Honigzellen, Brutzellen , und reinigen den Stock von allen Fremdköpern, wie z.B. Schimmel. Tote Bienen gehören leider auch zum Tagesgeschäft der Putztruppe. Wenn im Frühjahr die ersten zweistelligen Temperaturen eintreten, befinden sich Bienenvölker im Reinigungsflug. Diese tote Bienenmasse ist in wenigen Tagen aus dem Stock geräumt. Bienen schleppen diese toten Artgenossen aus dem Bienenstock und fliegen sie anschließend mehrere Meter weg. Fortpflanzung Die erfolgreiche Fortpflanzung kann nur durch die Königin eines Bienenvolkes geschehen. Das Oberhaupt des Volkes legt in den Sommermonaten bis zu 3000 winzig kleine Eier in die Wabenzelle ab. Diese Eier werden in der Imkerei "Stifte" genannt. Während ihrer Arbeit wird die Bienenkönigin von ihren Artgenossen umsorgt. Sie wird gefüttern, geputzt und bekommt alles was sie benötigt, um erfolgreich ihre Arbeit zu verrichten. Klimaregulierung Das perfekte Klima im Bienenstock sind circa 35°C. Es muss geheizt und gekühlt werden. Wenn es zu kalt ist bilden alle Bienen eine "Traube". In der Mitte der Bienentraube herrscht die optimale Temperatur, wo sich in der Regel die Bienenkönigin befindet. Durch das Auswechseln der Innen- und Außenliegenden Bienen entsteht ein Kreislauf. Durch diesen Kreislauf überleben Bienen z.B. bei minus 15°C. Im Sommer steigt die Temperatur auf über 35°C. Dafür hat sich die Natur auch etwas einfallen lassen. Durch Flügelschläge vor dem Flugloch, befördern Bienen Luft von außen in den Bienenstock. Durch gezielte Kondensation von Wasser kühlen sie die Temperatur ebenfalls runter. Wabenbau Jede Arbeiterin hat 8 Wachsdrüsen an ihren Hinterleib. Durch das produzieren von Wachsplättchen und die Verarbeitung entsteht das bekannte sechseck Muster einer Wabenzelle. Bienen verkitten ihren Stock mit sogenannten Propolis, um das eindringen von Luft und Schädlingen zu verhindern. Bienen stellen Propolis aus Harz her. Durch die antibakterielle Eigenschaft zeichnet sich Propolis aus und dient bis heute als Naturmedizin. Bienenwachs wird desweiteren zur Fortpflanzung ( verdecklung der Zellen ) genutzt. Die Zelle einer Bienenmade wird mit Wachs verdeckelt um das verpuppen der Made zu gewährleisten. Honig der die richtige Feuchtigkeit besitzt wird ebenfalls mit Wachs verdeckelt. Wachs ist somit der wichtigste "Baustoff" der Honigbiene.
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