Steffen Schaub
Steffen Schaub
aus 35644 Hohenahr, Deutschland
imkert seit 2016

Das eigentlich eigenständige Leben und Arbeiten mit den unterschiedlichen Aufgaben im leider kurzen Leben der Biene.

Imker

Hallo! Ich bin Steffen

Ich betreue ein Bienenvolk seit 2016
Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Bin zur Imkerei gekommen, weil das Thema Natur, Insekten, Blühpflanzen mich seit Jahren interessiert. Aus Mangel an Zeit bin ich aber erst seit ein paar Jahren richtig als Imker tätig. Betreue nebenher noch ne Streuobstwiese. Möchte den Bienen, mit möglichst wenig Eingriffen meinerseits, helfen als Volk/Bien gesund über die Jahreszeiten zu kommen.

Wieso imkerst du?

Um noch intensiver an der Natur und den örtlichen Gegebenheiten teilzuhaben. Dazu fasziniert mich das Leben der Bienen bzw eines Bienenvolkes. Natürlich esse ich auch gerne Honig und bin begeistert wenn nach dem Honigschleudern wieder viel leckerer Honig in die Eimer bzw die Gläser kommt.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Habe einen Grundkurs beim Bieneninstitut besucht. Dazu einen Honiglehrgang absolviert um die Grundlage für mein Hobby zu haben. Auch bin ich im örtlichen Imkerverein engagiert um auch hier mein Wissen zu steigern und auch meine Erfahrungen einzubringen. Einen "richtigen" Imkerpaten hatte bzw habe ich nicht. Aber immer einige Ansprechpartner die helfen, wenn Probleme auftreten oder Fragen offen sind.

Interview

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Zeit zu finden bzw haben, um sich um die Bienen zu kümmern. Mit allem was damit zusammenhängt.

Was lernen ImkerInnen genau?

Mit den Bienen und der Natur alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen. Nicht gegen Bienen und die äußeren Umstände.

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Mehr Aufmerksamkeit auf die einzelnen Jahreszeiten: Wann blüht was? Wie ist das Wetter? Welche Probleme treten auf?

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

Wir treffen uns regelmäßig in lockerer Runde. Bei Problemen findet man auch kurzfristig immer einen Ansprechpartner.

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

Beute, Rahmen, Mittelwände und Bienenvolk zum Start kostet (regional unterschiedlich) aus meiner Erfahrung ca 300 bis 350 Euro. Zum Start benötigt man auch Smoker, Kleidung und Werkzeug. Dazu kommen im Laufe des Jahres noch Mittel wg Varroabehandlung, evtl Winterfutter, Honigschleuder, Eimer usw.....

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

Nein. Das soll nur eine schönes Hobby bleiben.

Es gibt die Sorge, dass die Honigbienen Wildbienen vertreiben. Wie siehst du das?

Die Sorge teile ich nicht. Wenn das Bewustsein über Bienen und Insekten im Allgemeinen steigt und gleichzeigt über Blühstreifen und -wiesen, naturnahe Gärten, eingeschränkter Einsatz von Pestiziden und eine nachhaltige Landwirtschaft der Lebensraum für Insekten und Bienen vergrößert wird, sehe ich positiv in die Zukunft.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

Das stimmt nicht. Die allermeisten geben Ihr Wissen und Ihre Erfahrung sehr gerne weiter. Einzig ist das Wissen nicht immer auf dem aktuellen Stand. Man muss sich schon für die eigene Arbeitsweise immer Gedanken machen und die richtigen Schlüsse ziehen.

Sind Bienen das anstrengendste oder betreuungsintensivste Haustier?

Ganz und gar nicht.

Die Anzahl der ImkerInnen steigt. Die Anzahl der Bienenvölker nicht. Was ist deiner Meinung nach der Grund?

Vielen wollen nur 1 oder 2 Völker betreuen, weil Sie der Meinung sind das nicht mehr Zeit vorhanden ist. Ist aus meiner Sicht aber nur ein vorgeschobenes Argument.

Was unterscheidet die neue Imkergeneration von der alten?

Offener für Weiterbildung, mehr Möglichkeiten der Informationsbeschaffung, bessere Vernetzung.

Wie viel sollte ein Kilo Honig deiner Meinung nach kosten?

12 Euro für "normalen" Blütenhonig. Sortenhonig entsprechen mehr.

Gibt es ein Bienensterben oder nicht? Begründe bitte deine Meinung.

Gibt nur ein Wildbienensterben weil das Nahrungsangebot kleiner wird, dazu die Landschaft kleinteiliger und die Landwirtschaft eine hohe Intensität hat.

Ist der/die ImkerIn der größte Feind der Bienen?

Ganz und gar nicht.

Frage 3 ImkerInnen, bekomme 4 Antworten. Wieso ist das so in der Imkerei?

Weil jeder mit seiner Betriebsweise, mit seinen örtlichen Gegebenheiten und seinem Wissenstand unterschiedlich reagiert.

Wie sieht sinnvoller Bienenschutz aus?

Nahrungsangebot erhöhen. Nachhaltigere Landwirtschaft. Verbot von einigen Pestiziden in Landwirftschaft und privatem Gebrauch. Verbot von Steingärten und versiegelter Fläche in Wohngebieten.

Was empfiehlst du ImkerInnen, die neu beginnen?

Ansprechpartner und Vereine suchen. Nach Möglichkeit Imkerpatin/Imkerpaten organisieren. Unbedingt Grundsätzlichkeiten lernen und weiterbilden.

Was denkst du über Hektar Nektar?

Tolle und sinnvolles Projekt mit klarem Ziel und Vision. Top.

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