Silke Arthofer-Follner

Silke Arthofer-Follner, 46 imkert seit 2017

In 2,3 Sätzen: Was fasziniert dich an der Biene?

Ein so kleines Tier übernimmt eine so riesige Aufgabe für das Ökosystem der ganzen Welt.

Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Bei einem Ausflug habe ich zum ersten Mal seit Jahren ein Kornblumenfeld gesehen. Bei uns in der Gegend gibt es sowas nicht mehr. Bauern mähen bis zu vier oder fünf Mal im Jahr die Wiesen. Deshalb habe ich ein sich in meinem Besitz befindliches Grundstück in eine Bienen- und Nützlingsweide verwandelt, die nur noch einmal jährlich abgemäht wird. An dieser 3000m2 Nützlingsweide stehen nun meine Bienen. Gerade habe ich noch Mandelblütenstecklinge bestellt, die ich im Frühjahr pflanzen werde. Ich erfreue mich am Anblick einer äußerst lebendigen Nützlingsweide, in der ich viele schon lange nicht mehr gesehen Insekten beobachten kann, wie sie in einer Symbiose leben. Ich entnehme nicht den ganzen Honig, sondern überlasse dem Volk einen Teil ihres gesunden Futters.

Wieso imkerst du?

Ich liebe es die Fluglöcher zu beobachten und den Bienen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zuzuschauen. Ein Bienenvolk vor dem Eingang zu retten und dann dessen Entwicklung zu einem starken Volk mitzuerleben ist ein großartiges Gefühl. Ich sorge mich sehr um meine Völker und nehme aufgrund von fehlenden langjährigen Erfahrungswerten gerne die Ratschläge und Hilfe meines großartigen Imkerpaten an.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Loryhof in Wippenham Besonders gut gefällt mir, dass die Vorträge von Powerpoints begleitet sind und man mit Unterlagen ausgestattet wird. Durch die Aufteilung an mehrere Wochen hat man die Möglichkeit Neukollegen kennenzulernen. Am Praxistag hielt ich zum ersten Mal eine bienenbesetzte Wabe in den Händen, was ein unglaubliches Erlebnis war. Außerdem ist gut, dass der Vortragende IM Anton Reitinger auch der Vorsitzende unseres Imkervereines ist. So habe ich immer die Möglichkeit mit Hilfe zu bekommen, wenn ich sie benötige.

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Meine persönlich größte Herausforderung ist, dass meine Bienenvölker gesund sind und nicht nur im Sommer stark sind sondern auch vital ein- und auswintern. Das möchte ich durch möglichst wenig Störung des Volkes erreichen. Einige Eingriffe lassen sich jedoch nicht vermeiden und sind notwendig um den Zustand des Volkes zu beurteilen.

Was lernen ImkerInnen genau?

Die Anatomie des Biens und die Lebensweise. Entwicklungsstadien, natürliche Nahrungsquellen der Biene. Imkerwerkzeuge. Die verschiedenen Arten der Haltungsmöglichkeiten, Beutenarten, Bienenkrankheiten und deren Behandlungsmöglichkeiten, Maßnahmen zur Sanierung schwacher Völker, Schwarmverhinderung und Schwarmfang. Einfütterung und Überwinterung, Bienenprodukte Hygiene bei der Verarbeitung

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Meine Sicht auf die Natur hat sich zuerst geändert und deshalb bin ich Imkerin geworden. Ich setze seit Jahren keine Chemikalien mehr im Garten mehr ein. Ich erfreue mich an der Artenvielfalt in 3000m2 selbstangesetzter Bienenweide. Ich bin hier auf Erden nur ein Gast, der seinen Lebensraum auch für nachfolgende Lebewesen bewohnbar hinterlassen möchte.

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

Monatlich findet bei uns ein Imkerstammtisch statt. Diese Imkerstammtische besuche ich regelmäßig um Information zu bekommen, die ich brauche. Der Austausch mit den Kollegen ist genau so hilfreich wie deren Hilfe durch z.B. Leihgaben oder "Urlaubsvertretungen". Außerdem nutze ich die Möglichkeit der Sammelbestellungen, die über den Imkerverein den Preis reduzieren.

Wir benützen Cookies um die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu erhöhen. Wenn du auf „Ich akzeptiere“ klickst, nehmen wir an, dass dir das recht ist. Du kannst natürlich später deine Cookie-Einstellungen jederzeit wieder ändern.