Maria H.
Maria H.
aus 1210 Wien, Österreich
imkert seit 2016

An Bienen fasziniert mich ihr komplexes Sozialverhalten, ihre beruhigende Wirkung auf Menschen und ihre wichtige Funktion in der Natur.

Unterstützt von

Hallo! Ich bin Maria

Ich betreue 6 Bienenstöcke seit 2016.
Über mich

Was gefällt dir an der Imkerei? Was sind die grösten Herausforderungen beim Imkern?

Das Wesen und Sozialverhalten von Bienen fasziniert mich. Ursprünglich zur reinen Selbstversorgung gedacht hat sich meine Imkerei so gut entwickelt, dass ich inzwischen sowohl Honig, als auch Bienen verkaufe.

Stell dich doch kurz vor! Wie bist du zur Imkerei gekommen? Seit wann imkerst du?

Theoretische Beschäftigung mit Bienen und der Imkerei über viele Jahre. Seit 4 Jahren auch praktische Umsetzung mit Unterstützung eines Paten. Hobby-Imkerin mit Leib und Seele. Ein wesensgerechter und bienenfreundlicher Umgang mit den Bienen ist mir sehr wichtig. Bienen leisten Großartiges für uns und stehen unter unserer Verantwortung und verdienen eine liebevolle und professionelle Behandlung.

Interview

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Varroamilbe + Bürokratie

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Man lebt viel bewusster mit den Jahreszeiten und nimmt plötzlich Pflanzen und ihre Blühzeiten viel mehr wahr.

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

ich bin bei keinem Verein

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

Das Material und die ersten Bienen kosten gleich etliche Hundert Euro. Im lfd. Betrieb ist das zugekaufte Wachs der größte Kostenpunkt

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

Der Gedanke von der Imkerei leben zu können ist nett, aber nicht realisierbar. Andererseits nimmt das auch im Umgang mit den Bienen viel Druck raus. Wenn ein Jahr nicht kostendeckend ist (und das war noch keines), ist es auch nicht schlimm, weil das Imkern und die Arbeit mit den Bienen Spaß macht. Und ein Hobby darf auch etwas kosten. Man muss nicht mit allem Geld verdienen.

Es gibt die Sorge, dass die Honigbienen Wildbienen vertreiben. Wie siehst du das?

Die beiden ergänzen sich.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

In meinen Anfängen wurde ich auch mit diesem Spruch gewarnt, hatte aber das große Glück nur an sehr nette Alt-Imker zu geraten. Allerdings musste ich inzw. in der jüngeren Vergangenheit feststellen, dass an dem Vorurteil leider schon auch etwas dran ist.

Sind Bienen das anstrengendste oder betreuungsintensivste Haustier?

Das kommt wohl immer auf den Vergleich an. Für ein "richtiges" Haustier, das tägl. od. sogar mehrmals tgl. Betreuung braucht, würde mir die Zeit fehlen. Die Bienen lassen sich mit Vollzeitjob und anderen Hobbys vereinbaren. Trotzdem darf man den Zeitaufwand von Bienen nicht unterschätzen. Gerade im Frühsommer, aber auch im Zuge der Honigernte und anschließendem Einfüttern und Varroabehandeln sind Bienen doch auch zeitintensiv.

Die Anzahl der ImkerInnen steigt. Die Anzahl der Bienenvölker nicht. Was ist deiner Meinung nach der Grund?

Imkern ist - wie ich meine zum Glück - fest in Hobby-Hand und eine Liebhaberei. Ein Erwerbsimker, der davon leben muss, kann sich nicht so liebevoll um die Bienen kümmern, wie sich das ein Hobby-Imker leisten kann. Insofern sehe ich diese Entwicklung positiv.

Was unterscheidet die neue Imkergeneration von der alten?

Der Umweltschutzcharakter steht stärker im Vordergrund.

Wie viel sollte ein Kilo Honig deiner Meinung nach kosten?

Der Preis sollte die Kosten und ein Teil des Aufwands und der Arbeitszeit abdecken.

Gibt es ein Bienensterben oder nicht? Begründe bitte deine Meinung.

Varroa ist sicher ein Problem. Heuer war diese schwer in den Griff zu bekommen konkret bei einem Teil meiner Stöcke. Umweltgifte und die konventionelle Landwirtschaft (Monokultur) schwächen die Bienen.

Ist der/die ImkerIn der größte Feind der Bienen?

Das ist natürlich Unsinn. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass die Bienen den Honig nicht freiwillig mit uns teilen. Insofern ist es Pflicht des Imkers sich zu bemühen, dass es den Bienen so gut als möglich geht. Das bedeutet unterstützend eingreifen, wenn nötig, und sonst so viel als möglich in Ruhe lassen.

Wie sieht sinnvoller Bienenschutz aus?

Umweltschutz = Bienenschutz

Was empfiehlst du ImkerInnen, die neu beginnen?

Viel Fachliteratur lesen und Kontakt zu jemandem knüpfen, der Ahnung von der Praxis hat.

Was denkst du über Hektar Nektar?

Tolle Plattform

Meine Aktivitäten

Jul 2020
Die Bienen sind da!

Die Lieferung der Bienen war wirklich aufregend. Das Warten am für die Anlieferung bestimmten Tag hat zum Glück nicht lange gedauert. Trotzdem wartete man gespannt und endlich läutete es an der Tür. Überreicht bekam man einen großen Karton in dem es verheißungsvoll summte. Der Lieferant gab noch ein paar kurze Tipps und dann war man allein mit seinen Bienen. Ohne Verzögerung brachten wir sie zum Bienenstand. Die Beute (die Holzkiste in der die Bienen leben) hatten wir schon die Tage zuvor aufgebaut, damit dann beim Einquartieren alles rasch geht. Erwartungsvoll öffneten wir den Karton. Darin stand eine kleinere luftige Plastikbox, randvoll mit Bienen, die neugierig ihre Füßen durchs Gitter streckten. Ich entschloss mich die Plastikbox als ganzes in die Beute zu stellen und nur zur Hälfte Rähmchen mit Mittelwänden zuzuhängen. Das kam mir sanfter vor, als die Bienen kopfüber hinein zu leeren. Die Plastikbox ließ sich zum Glück leicht auf mehreren Seiten öffnen und schon wurlten die Bienen in ihre neue Behausung. Die Königin war zum Glück extra gekäfigt und es konnte ihr nichts passieren. Ich brauchte nur den Plastikverschluss am Käfig öffnen und habe etwas vom Zuckerteig entfernt, der den Ausgang versperrte und ließ den Rest die Bienen erledigen. Kräftig gefüttert wurde noch und dann die Bienen in Ruhe gelassen, die sich sofort vorm Flugloch einzufliegen begannen. Zwei Tage später, beim Kontrollblick, hatten alle Bienen die Plastikbox verlassen und waren auf ihre neuen Waben umgezogen. Auch die Königin war aus ihrem Käfig befreit worden, wohlauf und war dank Markierung auch für mich leicht zu finden. Die Königin ist sogar ein richtiges "Luxusweibchen" mit einer blauen Plakette mit Nummer. Meine anderen Königinnen habe alle nur einen Farbklecks zur leichten Findung. Ich habe die Bienen vorsorglich mit Ameisensäure gegen die Varroamilbe behandelt. Die nächste Behandlung erfolgt dann erst wieder im Winter. In einiger Zeit werde ich noch kontrollieren, ob die Königin Eier legt und die Waben schön ausgebaut werden. Und gefüttert wird natürlich die nächsten Wochen regelmäßig, damit die Bienen gut über den Winter kommen. Sonst ist bei dem Volk nicht mehr viel zu tun. Ich freue mich RIESIG über meine neuen Bienen! Dankeschön sage ich nochmal Hektar Nektar für die tolle Aktion und die fabelhafte Organisation und natürlich ganz besonders meinem Sponsor METRO! Klasse, dass ihr euch für Bienen einsetzt und so kleine Hobbyimker wie mich unterstützt! GANZ HERZLICHEN DANK!

Mai 2020
Auswintern bis Honigzarge aufsetzen

Nachdem ich REGELMÄßIG den Fotoapparat VERGESSE, wenn ich zu den Bienen fahre, habe ich bis jetzt nichts gepostet. Das soll sich nun aber ändern, Fotos werden ggf. nachgereicht ;-) Leider hatte ich heuer erstmals nennenswerte Winterverluste bei den Bienenstöcken (insofern freue ich mich auf die Bienen, die ich von euch im Sommer bekomme doppelt). 3 Bienenstöcke strotzen aber vor Gesundheit und Vitalität, einen vierten versuche ich noch aufzupäppeln, obwohl ich ihn schon fast aufgegeben hatte. Bei den 3 großen Stöcken habe ich letzte Wo. schon den 2. Honigraum aufgesetzt, nachdem die fleißigen Bienen den ersten schon schön gefüllt haben. Nachdem ich nur 1x im Jahr (üblicherweise im Juli) den Honig ernte, bleibt auch die volle Honigzarge bei den Bienen und die neue wird nur aufgesetzt bzw. zwischengeschoben. Die Bienen stehen bei mir an einem etwas trockenen Standort. Wir haben dort aber einen künstlichen Mini-Teich, wo wir immer dafür sorgen, dass dieser nie austrocknet. So sind die Bienen trotz fehlendem Regen immer mit Wasser versorgt. Heute und die ganze 20. KW, dürfte das Wetter etwas kühler sein. Etwas Regen war auch schon dabei. Als Imker ist man auch immer am Wetter und der Natur interessiert .. ist es warm genug, dass die Bienen fliegen können?, ist es aber auch nicht zu trocken, damit die Pflanzen genug Nektar produzieren können?, die Obstbaumblüte ist schon mehrere Wo. vorbei, was eignet sich als nächste Trachtpflanze (Pflanzen, von den Bienen Nektar zur Honigproduktion gewinnen). Dzt blühen theor. die Akazien. Den Honig mag ich besonders gern. An unserem Standort blühen die Akazien heuer jedoch (noch) nicht. Vielleicht war es die letzte Wo. zu trocken? Obwohl Akazien normalerweise als sehr trockenresistent gelten. Der Flieder blüht dzt. auch überall, jedoch ist das keine Bienenweide, weil die Kelche der winzigen Blüten zu lang sind und die Bienen nicht an den Nektar kommen. Über den Flieder freuen sich aber Schmetterlinge. Ich hoffe, ich vergesse das nächste Mal, wenn ich wieder bei den Bienen bin, nicht wieder den Fotoapparat. Dann gibt es endlich auch Bilder zu meinen Texten ;-)

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