Horst Stühler

Horst Stühler, 61 imkert seit 2018

In 2,3 Sätzen: Was fasziniert dich an der Biene?

Ein soziales und fleißiges Insekt, bezaubernd zu beobachten und stets faszinierend, fotogen und interessant.

Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Durch die steten Berichte in den Medien vom Bienensterben interessierte ich mich zunehmend für den Bien und holte mir erste Sachkunde Bücher in der Stadtbücherei. Dadurch gab es für mich nur noch eines, Imker werden.

Wieso imkerst du?

Ich will wesensgemäß Imkern, was für mich bedeutet den Bienen soviel Freiraum wie irgend möglich zu geben, deshalb imkere ich in der Kenya Top-Bar-Hive. Da baut der Bien seine Waben selbst aus und hat genug Platz zwischen den Waben.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Selbststudium und Imker Grundkurse im Verein.

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Den Bien so stark wie möglich zu machen unter möglichst wenig chemischen Hilfsmitteln

Was lernen ImkerInnen genau?

Den Bien zu beobachten und aus ihrem Verhalten zu lernen wie es ihnen geht.

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Meine Sicht auf die Natur hat sich sehr zum positiven für die Natur als Ganzes geändert. Ich sehe die Natur viel intensiver. Bäume, Vögel Wildblumen, Insekten usw.

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

Den Verein nutze ich zur Grund- und Weiterbildung um die Bienen.

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

Dazu kann ich noch keine Infos geben.

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

Nein, ich möchte den Bienen ihren Honig zur Selbstversorgung überlassen. Nur was zuviel ist oder wäre würde ich für mich nehmen.

Es gibt die Sorge, dass die Honigbienen Wildbienen vertreiben. Wie siehst du das?

Das kann ich mir nicht vorstellen. Es ist nur schade das so viele Insekten, auch Honigbienen und Willdbienen durch Pestizide sterben.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

Habe ich auch gehört, aber es ist auch so "fünf Imker und sechs Ratschläge".

Sind Bienen das anstrengendste oder betreuungsintensivste Haustier?

Nein, sie sind ein liebenswertes Haustier und nicht betreuungsintensiver als Andere.

Die Anzahl der ImkerInnen steigt. Die Anzahl der Bienenvölker nicht. Was ist deiner Meinung nach der Grund?

Schlechte Schulung in den Vereinen. Mir ist auch mein "Einstiegsschwarm" im Winter verhungert und gestorben.

Was unterscheidet die neue Imkergeneration von der alten?

Sie interessiert sich für neue Möglichkeiten der Bienenhaltuung und Pflege.

Wie viel sollte ein Kilo Honig deiner Meinung nach kosten?

Nach dem derzeitigen Stand 10 - 12 Euro pro Kilo Honig, nicht teurer, sonst kauft der Konsument seinen Honig im Discounter. Honig sollte man sowieso nur beim Imker kaufen.

Gibt es ein Bienensterben oder nicht? Begründe bitte deine Meinung.

Derzeit ist es ein Insekten-Artensterben durch Pestizide und Neonicotinoide, was schnellst möglichst eingeschränkt werden muß.

Ist der/die ImkerIn der größte Feind der Bienen?

Manchmal ja, bei schlechter Grundausbildung.

Frage 3 ImkerInnen, bekomme 4 Antworten. Wieso ist das so in der Imkerei?

Weil jeder Altimker es besser weiß als der andere. Es gibt auch einige wenige die so wenig wie möglich Ameisensäure und Oxalsäure verwenden.

Wie sieht sinnvoller Bienenschutz aus?

Natürliche Bienenhaltung mit Hauptaufgabe auf ein starkes Volk, welches sich erfolgreich gegen die Varroa wehren kann.

Was empfiehlst du ImkerInnen, die neu beginnen?

Keine Magazinbeuten, sondern einfache Beuten, wie Einraumbeute oder Top-Bar-Hive. Diese Beuten sind für die Kinder, den Nachwuchs, sehr viel intensiver und interessanter.

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