Helmut Prettenhofer
Helmut Prettenhofer
aus 1100 Wien, Österreich
imkert seit 2012

Die Biene ist ein Lebewesen welches es seit (man sagt) 80 Millionen Jahren gibt und hat im Rahmen der Evolution alles richtig gemacht. Ihr Problem ist im wesentlichen der Mensch.

Imker

Hallo! Ich bin Helmut

Ich betreue ein PROJEKT 2028-Bienenvolk seit 2012
Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Wir wollten, dass unsere Obstbäume Früchte tragen und haben gemerkt, dass es keine Bienen gab. Mit 3 Stöcken haben wir gestartet.

Wieso imkerst du?

Wir wollten, dass unser Obstgarten mehr Früchte trägt, was sich mit Hilfe der Bienen auch zugetragen hat. Es hat sich alles gut entwickelt, wir haben eine gute Honig-Ernte und unsere Produkte kommen gut bei unseren Kunden der Umgebung an. Außerdem ist es eine schöne Arbeit mit Tieren die einem immer wieder Rätsel aufgeben.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Learning by doing in der Fachschule Warth. Die Fachschule vermittelte mir das Grundwissen mit dem man beginnen kann. Außerdem waren die Gespräche mit erfahrenen Imkern sehr wichtig.

Interview

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Es gibt nicht nur starre Abläufe. Man muss auf die Bienen reagieren.

Was lernen ImkerInnen genau?

Das nötige Wissen über die Bienen und die Imkerei. Das erste Mal arbeiten am Stock.

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Ich erkenne mehr die Zusammenhänge in der Natur.

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

Ist sehr wichtig. Ich persönliche besuche verschiedene Vereine und habe gute Kontakte.

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

Der Start war ca. € 5.000,- wo wir einiges gebraucht kaufen konnten. Laufende Kosten sind variable da wir z.B. Gläser Palettenweise gekauft haben die für mehrere Jahre reichen.

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

Nein // Nein

Es gibt die Sorge, dass die Honigbienen Wildbienen vertreiben. Wie siehst du das?

Ich denke, dass jede Bienenart ihre „eigenen Pflanzen“ hat und, dass die Wildbienen eher durch das Verschwinden von Lebensräumen und Pflanzenarten reduziert werden.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

Imker teilen gerne ihr Wissen. Problematisch sind hier eher die verschiedenen Betriebsarten. Fehler werden prinzipiell nicht gerne zugegeben auch wenn diese nicht immer welche sind.

Sind Bienen das anstrengendste oder betreuungsintensivste Haustier?

Es kommt auf die Betriebsart an. Man kann übertreiben aber die Sache auch gemütlicher angehen.

Die Anzahl der ImkerInnen steigt. Die Anzahl der Bienenvölker nicht. Was ist deiner Meinung nach der Grund?

Eine grundsätzliche zu hinterfragende Einstellung zur Imkerei. Der sich häufende Slogan „Ohne Bienen keine Menschen“.

Was unterscheidet die neue Imkergeneration von der alten?

Mehr Informationsaustausch durch neue Technologien. Kommt wohl sehr auf die Persönlichkeit an und weniger auf das Alter.

Wie viel sollte ein Kilo Honig deiner Meinung nach kosten?

Schwer zu sagen. Der Preis wird an Konkurrenzprodukten wie Marmelade, etc gemessen. Der Markt bestimmt nun mal den Preis. Es gibt auch große Unterschiede bei den Sorten.

Gibt es ein Bienensterben oder nicht? Begründe bitte deine Meinung.

Das ist bestimmt auch Ortsabhängig. In einer Gegend mit Intensivlandwirtschaft mit hoher Pestizidbelastung herrscht bestimmt ein Bienensterben.

Ist der/die ImkerIn der größte Feind der Bienen?

Sowohl als auch.

Frage 3 ImkerInnen, bekomme 4 Antworten. Wieso ist das so in der Imkerei?

Wenn man einige Jahre mit Bienen arbeitet, weiß man warum. Weil es tatsächlich viele Möglichkeiten gibt die zum Ziel führen.

Wie sieht sinnvoller Bienenschutz aus?

Biodiverisität, Pestizidverbote, Trachtpflanzen

Was empfiehlst du ImkerInnen, die neu beginnen?

Lernen, lernen, lernen. Kontakte mit erfahrenen Imkern pflegen. Das gehörte kritisch überdenken. Den Mut Fehler zu machen. Unterlagen und Notizen führen.

Was denkst du über Hektar Nektar?

Eine Geschäftsidee die Jungimker unterstützen kann

Wir benützen Cookies um die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu erhöhen. Wenn du auf „Ich akzeptiere“ klickst, nehmen wir an, dass dir das recht ist. Du kannst natürlich später deine Cookie-Einstellungen jederzeit wieder ändern.