Christian Gallistl

Christian Gallistl, 43 aus 3240 Mank, Österreich
imkert seit 2013

In 2,3 Sätzen: Was fasziniert dich an der Biene?

Bienen sind sehr interessante Tiere. Wie im Volk Königin, Arbeiterinnen und Drohnen zusammenspielen in faszinierend.

Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Ein Schulfreund hat eine alte Bienenhütte geschenkt bekommen. Und nachdem wir uns die Hütte angeschaut haben, wurde die Idee geborgen die Bienenhütte zu renovieren und für moderne Magazinbeuten umzubauen.

Wieso imkerst du?

Der Gedanke etwas für den Bienenschutz zu tun und dabei auch noch leckeren Honig zu bekommen war sehr verlockend. Daher haben wir auch von Anfang an unsere Imkerei Bio zertifizieren lassen. Außerdem ist das arbeiten an der Bienenstöcken für mich ein toller Ausgleich zu meinen Büroalltag als Informatiker...

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Ich finde es sehr wichtig sich vorher zu informieren bevor man ein so umfangreiches Hobby wie imkern beginnt. Darum haben wir einen Anfängerkurs besucht bevor wir uns Bienen geholt haben. Ausserdem ist unser Pate der Obmann unseres örtlichen Imkervereins. Er hat uns die ersten 2 Jahre bei jedem Eingriff im Bienenvolk unterstützt und geholfen. Mittlerweile habe ich auch an der Imkerschuhe Warth die Ausbildung zum Landwirtschaftlichen Facharbeiter für Bienenwirtschaft gemacht, da ich innerhalb der nächsten Jahre die Völkeranzahl erhöhen will.

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Ein für einen selbst und seine Bienen passendes Varroakonzept zu haben. Bienen erfolgreich gegen Varroa und ihre Auswirkungen zu behandeln ist mit die größte Herausforderung als Imker.

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Ich habe schon bevor ich zu imkern begonnen habe, versucht viele Lebensmittel in Bio Qualität zu kaufen. Durch die Bienen habe ich gelernt noch mehr darauf zu achten. Ausserdem geht man mit offeneren Augen durch die Welt. Blühende Pflanzen, Äcker, Bäume und die darauf sitzenden Insekten sind viel interessanter als zuvor...

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

Der Zusammenhalt im Verein ist toll. Es werden immer wieder Vorträge durch Wanderlehrer organisiert, man kann sich am Stammtisch austauschen und auch Ich nutze das leider nicht so viel.

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

Hier mal eine Kostenaufstellung wenn man Bio Zertifiziert beginnen will zu imkern. Möchte man mit 3 Bienenvölkern starten (Was ja in Bezug auf Ausfälle und Förderung ;-) Sinn macht), kommen mindestens folgende Kosten auf einen zu. Smoker, Stockmeisel, Abkehrbesen, Handschuhe und Schleier ca. 150€. 3 Beutensets mit Rähmchen und Mittelwänden in Bio Qualität ca 700€. 3 Bienenvölker Bio ca 450€. Wenn man am Anfang die möglichkeit im Verein oder beim Imkerpaten hat, den Honig zu schleudern, kann man sich in den ersten 1-2 Jahren die Schleuder und das Entdeckelungsgeschirr sparen (So haben wir begonnen). Dann braucht man natürlich trotzdem noch Honiglagergefäße. 1 Lagergefäß, 1 Abfülltopf mit Quetschhahn, beides in Edelstahl. Ca 150€ Laufend kommt dann noch Bio Zucker zum Auffüttern (1 Kg ca 2,5€), Ameisensäure zur Varroabehandlung (1 Liter 17€), Oxalsäure zur Restentmilbung (1 Liter ca 40€) Jährliche Bio Kontrolle und Zertifikat170€ Da kommt schon was zusammen... Dennoch ist es jeden Cent wert :-)

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

Können nein, möchten ja ;-) Aber bei meiner aktuellen Größe ist das noch lange nicht einmal Nebenerwerb, sondern nur Liebhaberei...

Es gibt die Sorge, dass die Honigbienen Wildbienen vertreiben. Wie siehst du das?

Das glaub ich nicht. Da unsere Honigbienen den Wildbienen keine Nistplätze wegnehmen. Ausserdem leben die meisten Wildbienen als Solitärbienen und benötigen somit auch nicht viel Nektar und Pollen...

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

Das kann ich nicht teilen. Bei uns im Imkerverein gibt es einige ältere Imker die gerne Bereit sind ihr Wissen zu teilen.

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