Michael Pauli

Michael Pauli, 39 aus 6460 Imst, Österreich
imkert seit 1998

In 2,3 Sätzen: Was fasziniert dich an der Biene?

Einfach alles!

Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Mein Name ist Michael und ich imkere auf rund 800m Seehöhe im Tiroler Oberland. Die Varroaverluste meiner Großmutter führten mich zur Imkerei. Seitdem hat mich die Faszination zur Biene trotz einiger Rückschläge nicht mehr losgelassen. 2018 habe ich den Imkereifacharbeiter abgeschlossen und gleichzeitig meine kleine Imkerei auf Bio umgestellt. Nächster Schwerpunkt soll Zucht und Erhaltung der in unseren Breiten ursprünglich beheimateten Ökotyps der Apis m. m. sein.

Wieso imkerst du?

Weil es für mich den perfekten Ausgleich darstellt. Die Arbeit mit Bienen setzt zwingend Zeit und Ruhe voraus. Da ich sonst eher unter "Strom" stehe, gibt es nichts Schöneres, die Bienen am Flugloch zu beobachten oder das Volk in seiner Entwicklung zu unterstützen.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Meine Großmutter lehrte mich das grobe Handwerkzeug. Die lokale Imkerschule in Imst mit Ihren hilfsbereiten Imkermeistern aber auch Imker vor Ort dienten und dienen weiterhin als zusätzliche Wissensquellen. Die Facharbeiterausbildung in Warth und der rege Austausch mit den teilnehmenden Imkern dort, brachte neue Ansichten und Möglichkeiten, die zukünftig in die Arbeit mit dem Bienen einfließen sollen .

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Der Kampf mit den unterschiedlichsten Bienenkrankheiten

Was lernen ImkerInnen genau?

Hoffentlich den Umgang mit einem lebenden Geschöpf und daher einen entsprechenden Respekt diesen Lebewesen gegenüber

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Man achtet auf kleinere Dinge und Details in der Natur, die einem zuvor verborgen blieben.

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

Zum kameradschaftlichen Austausch soweit es die Zeit erlaubt!

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

Je nach Größe sollte man inkl. Zubehör rund 400 Euro p. Volk veranschlagen

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

Teilweise! Trotzdem soll es in erster Linie Ausgleich bleiben und nicht zum Zwang werden.

Es gibt die Sorge, dass die Honigbienen Wildbienen vertreiben. Wie siehst du das?

Man kann am Bienenstand auch für die Wildbienen Vorsorge treffen.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück!

Sind Bienen das anstrengendste oder betreuungsintensivste Haustier?

Ganz sicher nicht! Es sind Nutztiere! Das sollte man nicht verwechseln.

Die Anzahl der ImkerInnen steigt. Die Anzahl der Bienenvölker nicht. Was ist deiner Meinung nach der Grund?

Viele Imkerinnen sorgen für deren Eigenbedarf an Bienenprodukten. Dies ist mit einer geringen Volksanzahl zu bewerkstelligen!

Was unterscheidet die neue Imkergeneration von der alten?

Wenig

Wie viel sollte ein Kilo Honig deiner Meinung nach kosten?

14-20 Euro

Gibt es ein Bienensterben oder nicht? Begründe bitte deine Meinung.

Ja, zumindest im Bereich der vom Imker bewirtschafteten Honigbiene. Auch Wildbienen werden unter den Veränderungen des Ökosystems leiden.

Ist der/die ImkerIn der größte Feind der Bienen?

Wie kommt man auf diese Aussage? Nein!!

Frage 3 ImkerInnen, bekomme 4 Antworten. Wieso ist das so in der Imkerei?

Weil es unterschiedliche Herangehensweisen und Lösungen für Probleme gibt, die alle ihre Berechtigung haben.

Wie sieht sinnvoller Bienenschutz aus?

Kauf von Honig beim lokalen Imker. Blühflächen schaffen, Pflanzenschutzmitteleinsatz genau kontrollieren und fachgerecht umsetzen.

Was empfiehlst du ImkerInnen, die neu beginnen?

Einen Imkerpaten zu suchen und sich über zuverlässige Wissenskanäle Wissen anzueignen.

Was denkst du über Hektar Nektar?

Man wird sehen, wie sich Ihr Projekt entwickelt. Ich wünsche jedenfalls alles Gute!

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