Lohn der Arbeit

Jun 2022

Die Honigernte zählt zwar nicht zu meinen Lieblingsarbeiten in der Imkerei, aber es zeigt wie erfolgreich die Bienen und man selbst gearbeitet hat. Und vorab - wir sind mehr als zufrieden.

Das Schleudern war schweißtreibend und das Material hat uns auch teilweise im Stich gelassen. Im Vorfeld wurde die Honigfeuchte mittels eines Refraktometers gemessen. Im Anschluss werden die Reifen Waben vorsortiert und Bienenfluchten eingelegt. Diese bewirken, dass die Honigräume nahezu bienenfrei sind und sie so problemlos entnommen werden können. Im Schleuderraum entfernen wir an den Wabenschenkeln zuerst vorhandenes Propolis und entdeckeln die Waben mit einer Entdeckelungsgabel. Anschließend wird der Honig mittels einer Honigschleuder aus den Waben gewonnen. Bevor der Honig in die Eimer läuft, werden die Wachsreste ausgesiebt. Am Folgetag werden ganz feine Wachspartikel, welche sich an der Oberfläche gesammelt haben, abgeschöpft.

Bevor der Honig abgefüllt wird, rühren wir unseren Honig cremig, damit er schön streichfähig wird und keine groben Kristalle bildet. Dieser Vorgang erstreckt sich über mehrere Tage.

Zu guter Letzt kommt unser cremiges Gold in die Gläser. Nachdem dieses mit einem Etikett versehen ist, können wir den Honig endlich an unsere Kunden, Freunde und Familie abgeben.

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Mai 2022

Jungvolk-Bildung

Mai - mit die stressigste Zeit für einen Imker. Honigraume aufsetzen, Schwarmverhinderung betreiben und etwas, das mir besonders viel Freude bereitet - Jungvölker bilden. Diese sind die Grundlage für eine gut funktionierende und erfolgreiche Imkerei. Hierzu suche ich mir zuerst eine oder mehrere Königinnen aus, von der ich gerne Nachkommen hätte. Hier gibt es verschiedene Kriterien wie Ertrag, Friedfertigkeit, Krankheiten, Schwarmträgheit..... Im Anschluss daran, gilt es eine Wabe mit frisch geschlüpften Maden ausfindig zu machen - hierbei ist das Motto "so jung wie möglich". Königinnen wird eine besondere Ernährung zuteil. Je früher eine Larve das Gelee Royal bekommt, umso besser ist deren Entwicklung. Eine entsprechende Larve entnehme ich und platziere sie in ein künstliches Weiselnäpfchen. Dieses kommt anschließend in ein Volk zur Brutpflege. Kurz nach deren Verdeckelung entnehme ich die Zelle und gebe sie in einen Ableger. Dieser besteht aus einer Futterwave und 1-2 besetzten Brutwaben, sowie einer Mittelwand. Nun muss ich warten und etwas hoffen, dass die geschlüpften Königin in ca zwei Wochen von ihrem Begattungsflug zurückkommt und danach hoffentlich ihre guten Eigenschaften an das Volk weitergibt.
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Apr 2022

Aufgstockt ist!

Nach der heutigen Arbeit sitze ich an den Bienen und beobachte das emsige Treiben am Flugloch. Hierbei umströmt mich ein leckerer Nektargeruch. Da freut sich das Imkerherz. Doch nun zur besagten Arbeit. Alle Völker sind stark, es ist warmes sonniges Wetter gemeldet, die Kirschblüte hat begonnen und der Raps wird auch schon langsam gelb. Es war somit Zeit für den 1. Honigraum. Dieser besteht bei mir aus Mittelwänden - aus ihnen bauen die Bienen die Waben -, und ausgebaute hellen Waben. Zudem hänge ich auch noch eine Wabe mit Brut in den Honigraum, so dass dieser schneller durch das Volk angenommen wird. Für das Volk bedeutet das zum einen viele Veränderungen. Andererseits schaffst es auch Platz für die Volksentwicklung und den Honig. Durch diese Maßnahme beuge ich auch dem Schwarmtrieb vor. In den Honigraum der Bienen der "Die Bayerische" gab es zudem ein Holzherz. Der Innenraum wird als Wabe ausgebaut und ist so ein schönes Geschenk für eine anstehende Hochzeit.
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