Letzte Arbeiten an den Bienenstöcken

Sep 2021

Der Sommer hatte seine letzten schönen Tage und der Herbst raschelt bereits leise mit seinen Blätter. In den Bienenstöcken geht es langsam gemächlicher zu, an einigen warmen Tagen ist noch reger Flugverkehr zu beobachten, an den kälteren Tagen ist es plötzlich ganz ruhig ums Flugloch. Die Bienen sitzen gemütlich drinnen und zehren von den Vorräten. Wir kontrollieren nun regelmäßig diese Vorräte und wiegen die Bienenbeuten um sicher zu stellen, dass für die ganz kalten Tage genügend Futter in den Völkern vorhanden ist. Bei einigen Völkern "legen" wir noch etwas nach und hängen volle Futterwaben dazu, im Austausch gegen schon verbrauchte leere Vorratsrähmchen. Die Winterbienen bereiten sich nun auf den anstehenden Winter vor und die letzten Sommerbienen sterben nun und werden von den Winterbienen vor das Flugloch gebracht.

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Jan 2022

Die Wintertraube

Von einer Wintertraube spricht man, wenn die Winterbienen in der Beute eine Kugelform bilden, um sich und die Brut zu wärmen. Dies geschieht im Winter bei Temperaturen unter 8°C. Je kälter es wird, desto enger sitzen die Bienen beisammen. Im Winter sitzt die Bienenkugel unter dem Honigkranz, kann sich aber bis an den Oberträger ausbreiten und dann bei steigenden Temperaturen im Frühjahr auch nach hinten ausdehnen. Der Wärme folgend gelangt die Wintertraube so an ihre Vorräte. Die Bienen sitzen dabei mehrheitlich auf leeren Waben, denn volle Zellen mit Futter würden die Wärme zu sehr ableiten Daher wird Futter bei Bedarf von den Randbereichen ins Brutnest umgetragen. Um dies möglich zu machen, heizt die Wintertraube durch Flügelbewegungen die Traube alle paar Tage auf 30°C, um das Futter umzutragen. Je kälter es ist desto enger sitzen die Bienen in der Traube. Auf dem Foto ist die Wintertraube bei etwa 6°C zu sehen.
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Dez 2021

Brutpause und Varroabehandlung

Im Dezember hoffen wir darauf das uns "Väterchen Frost" eisige Temperaturen bringt, so dass die Bienenvölker alle in der Wintertraube sitzen und eine Brutpause machen. Dann kann die Behandlung gegen die Vorroamilbe mit Oxalsäure durchgeführt werden. Kurze Erklärung zur Varroa: Die Varroa ist eine Milbenart, welche Mitte der 70er-Jahre aus Asien nach Europa eingeschleppt wurde und unseren Honigbienen seitdem sehr schaden. Varroamilben schwächen ganze Bienenvölker, übertragen diverse Viren und im schlimmsten Fall stirbt ein belastetes Volk daran. Nach der Sommertracht haben wir unsere Bienen bereits mit Ameisensäure gegen diese Milbe behandelt. Jetzt wollen wir mit der Oxalsäure eine Restentmilbung erreichen, damit die Bienen im nächsten Frühjahr gesund und vital losstarten können. Die Oxalsäure mischen wir mit Zucker und wenden diese mit der Träufelmethode auf dem Bienenvolk an. Die kleinen Tröpfchen sitzen dann auf dem Haarkleid der Bienen und die Säure dringt dann vermutlich in den Milbenkörper ein. Wie die Oxalsäure die Milben genau tötet, ist nicht ganz genau geklärt. Vielleicht bekommen wir durch die Forschung dazu in den nächsten Jahren mehr Erkenntnisse. Zudem setzt bei den Bienen ein Putztrieb ein und die Bienen entfernen die Zuckerkristalle aus ihrem Haarkleid, wobei dann wohl auch einige Milben entfernt werden. Wer sich jetzt fragt: "Haarkleid? Bei einer Biene?", dem sei gesagt: Die Bienen haben eine flauschige, blonde Haarpracht, die man bei genauem hinsehen gut erkennt!
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