Jeder sonnige Tag wird genutzt

Okt 2021

Um zu überwintern bedarf es einiger Vorkehrungen. Diese werden von den "Sommerbienen" erledigt, also den fleißigen Arbeiterinnen, die den Sommer über Nahrung wie z.B. Pollen sammeln und damit Vorräte für den Winter anlegen. Aktuell wird jeder sonnige Tag noch genutzt und an den Beuten ist reger Flugverkehr zu beobachten.
Diese Bienen arbeiten sich sprichwörtlich auf und werden nur wenige Wochen alt. Zum Herbst hin schlüpfen dann die so genannten "Winterbienen". Diese Bienen haben eine höhere Lebenserwartung und können sich ein Fett-Eiweiß Polster anlegen, von dem sie dann im Winter zehren können. Da die Winterbienen also physiologisch jung bleiben, können sie dann im Frühjahr die ersten anstehenden Arbeiten erledigen und sich um die Brut kümmern und auf Nahrungssuche gehen bis die neue Riege der Sommerbienen schlüpft.

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Jan 2022

Die Wintertraube

Von einer Wintertraube spricht man, wenn die Winterbienen in der Beute eine Kugelform bilden, um sich und die Brut zu wärmen. Dies geschieht im Winter bei Temperaturen unter 8°C. Je kälter es wird, desto enger sitzen die Bienen beisammen. Im Winter sitzt die Bienenkugel unter dem Honigkranz, kann sich aber bis an den Oberträger ausbreiten und dann bei steigenden Temperaturen im Frühjahr auch nach hinten ausdehnen. Der Wärme folgend gelangt die Wintertraube so an ihre Vorräte. Die Bienen sitzen dabei mehrheitlich auf leeren Waben, denn volle Zellen mit Futter würden die Wärme zu sehr ableiten Daher wird Futter bei Bedarf von den Randbereichen ins Brutnest umgetragen. Um dies möglich zu machen, heizt die Wintertraube durch Flügelbewegungen die Traube alle paar Tage auf 30°C, um das Futter umzutragen. Je kälter es ist desto enger sitzen die Bienen in der Traube. Auf dem Foto ist die Wintertraube bei etwa 6°C zu sehen.
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Dez 2021

Brutpause und Varroabehandlung

Im Dezember hoffen wir darauf das uns "Väterchen Frost" eisige Temperaturen bringt, so dass die Bienenvölker alle in der Wintertraube sitzen und eine Brutpause machen. Dann kann die Behandlung gegen die Vorroamilbe mit Oxalsäure durchgeführt werden. Kurze Erklärung zur Varroa: Die Varroa ist eine Milbenart, welche Mitte der 70er-Jahre aus Asien nach Europa eingeschleppt wurde und unseren Honigbienen seitdem sehr schaden. Varroamilben schwächen ganze Bienenvölker, übertragen diverse Viren und im schlimmsten Fall stirbt ein belastetes Volk daran. Nach der Sommertracht haben wir unsere Bienen bereits mit Ameisensäure gegen diese Milbe behandelt. Jetzt wollen wir mit der Oxalsäure eine Restentmilbung erreichen, damit die Bienen im nächsten Frühjahr gesund und vital losstarten können. Die Oxalsäure mischen wir mit Zucker und wenden diese mit der Träufelmethode auf dem Bienenvolk an. Die kleinen Tröpfchen sitzen dann auf dem Haarkleid der Bienen und die Säure dringt dann vermutlich in den Milbenkörper ein. Wie die Oxalsäure die Milben genau tötet, ist nicht ganz genau geklärt. Vielleicht bekommen wir durch die Forschung dazu in den nächsten Jahren mehr Erkenntnisse. Zudem setzt bei den Bienen ein Putztrieb ein und die Bienen entfernen die Zuckerkristalle aus ihrem Haarkleid, wobei dann wohl auch einige Milben entfernt werden. Wer sich jetzt fragt: "Haarkleid? Bei einer Biene?", dem sei gesagt: Die Bienen haben eine flauschige, blonde Haarpracht, die man bei genauem hinsehen gut erkennt!
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