Geht's den Bienen gut, geht's uns allen gut!

Dez 2021

Mit den ersten Frostnächsten im Dezember hat die Königin die Bruttätigkeit eingestellt. Die Bienen müssen daher keine Brut mehr wärmen, füttern oder pflegen, das Bienenvolk begibt sich in eine Art „Ruhephase“ um mit minimalem Energieaufwand durch den kalten Winter zu kommen. Dadurch werden sowohl Futterreserven gespart als auch die Bienen geschont. Durch die Brutfreiheit ergibt sich aber noch ein weiterer wesentlicher gesundheitlicher Vorteil: die "Varrooamilbe", ein sehr gefährlicher Bienenschädling, wird in ihrer Entwicklung stark beeinträchtigt! 
Normalerweise, d.h. während der Brutphase der Bienen (in Frühling, Sommer, Herbst), legt die Varroamilbe Ihre Eier in die Brutzellen der Bienen und die geschlüpften Varroamilben befallen die Bienenlarven. Wenn die Königin, bei Frost nun aber nicht mehr brütet, können sich die Varroen auch nicht mehr vermehren. Dadurch befinden sich nun alle Varroen des Bienenstocks auf den Bienen ansitzend und nicht mehr in den Zellen und können durch durch Mittel bekämpft werden.
Für diese sogenannte „Restentmilbung“ verwende ich (wie auch im Sommer) „Oxalsäure“ die ich mit einem Sublimator im Bienenstock verdampfe.
Den Erfolg der Behandlung erkennt man dann am Totenfall der Varroamilben auf den Bodeneinschüben der Bienenstöcke (siehe Fotos).
Leider sind knackig kalte Winter, die gut für die Bienen wären (siehe auch Beitrag November), bedingt durch den Klimawandel, in unseren Breiten nur mehr eine Seltenheit und die Zeiträume in denen die Bienen ruhen und nicht brüten werden immer kürzer. Die durch die Klimaerwärmung immer seltener werdende Unterbrechung der Bruttätigkeit der Bienen und der Entwicklung der Varroamilbe, ist leider nicht der einzige Effekt den der Klimawandel auch auf die Gesundheit unserer Bienen hat.

Josef Bacher
aus Wien
Unterstützt von

Das könnte dich auch interessieren

Apr 2024

BEES, RAIN & SUNSHINE

Liebe Bienenpaten, wie versprochen habe die SIMACEK-Bee Bar im April mit einem neuen Bienenvolk ausgestattet. Was tut sich sonst bei den Bienen im April: Warme Temperaturen, viel Sonnenschein und Regen führen zu einem starken Wachstumsschub der heimischen Natur. Viele Pflanzen beginnen zu blühen, wobei hier die Obstbäume und insbesondere die Kirsche wichtige erste Trachtpflanzen für die Bienen sind. Diese klimatischen Bedingungen sorgen für einen zunehmenden Nektareintrag in den Bienenvölkern, wodurch wiederum die Bienen zu starker Bruttätigkeit angeregt werden. Vor diesem Hintergrund gilt es für mich für genügend Platz für die wachsende Menge an Bienenbrut sowie für den ersten Nektareintrag zu sorgen. Daher habe ich auf die stärkeren Völker eine Zarge (Kiste) aufgesetzt in der sich Rähmchen mit leeren Waben und Mittelwänden (Wachsplatten) befinden, die die Binen zu Wabenausbauen um dort den frischen Nektar abzulegen bzw. zu betrüten.
Erfahre mehr
Mär 2024

STARTKLAR FÜR DEN FRÜHLING

Liebe Bienenpaten, an eine warmen Tag im März habe ich die erste Kontrolle der Völker in diesem Jahr durchgeführt. Vier von fünf Völkern haben die kalte Jahreszeit gut überstanden und eines hat es leider nicht durch den Winter geschafft. Das ist zwar traurig, aber auch nicht außergewöhnlich - auch in der frein Natur sterben Völker. Die Gründe sind im nachhinein leider meist nicht mehr nachzuvollziehen und können vielfältige Ursachen haben (Viren, Parasiten, Königinenausfall, ...). Nachdem im betroffenen Volk aber noch genug Futter vorzudinen war, lag es aber sicher nicht daran. Sobeld wie möglich werde ich wieder für jungen Nachschub sorgen! Nun gilt es nun dafür zu sorgen, dass die verbliebenen gut ins Frühjahr kommen. Dafür kontrolliere ich alle Völker danach, ob eine Königin und Brut vorhanden ist, sowie genug Futter für eine Schlechtwetterperiode. Ausserdem sorge ich dafür, dass die Bienen auch genug Platz haben zu brüten. Dafür entferne ich alte Waben und gebe Ihnen stattdessen frische neue Waben in das Brutnest. Ab nun benötigen die Bienen neben dem Futter auch wieder viel Wasser - ein Bienenvolk benötigt pro Jahr bis zu 30l Wasser! Daher hab ich die Bienentränke auch kontrolliert und wieder aufgefüllt! Liebe Grüße von eurem Imker Josef
Erfahre mehr
Wir benützen Cookies um die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu erhöhen. Wenn du auf „Ich akzeptiere“ klickst, nehmen wir an, dass dir das recht ist. Du kannst natürlich später deine Cookie-Einstellungen jederzeit wieder ändern.