Die Brut hat Hunger!

Mär 2022

Der März dieses Jahr ist warm und sonnig und endlich rührt sich was bei den Bienen. Also auch vor der Haustür, denn drinnen ist schon etwas länger wieder mehr Betrieb.
Spätestens jetzt gilt es das Volk sommer- und sammelfit zu machen. Die Königin legt zunehmend mehr Eier, damit es genügend Sammlerinnen gibt, wenn mit der Obstblüte die sogenannten Massentrachten einsetzen. Damit die Brut groß und stark wird bekommt sie in den allerersten Tagen einen Futtersaft aus den Futtersaftdrüsen der Ammenbienen (Gelee Royale) und anschließend eiweißreiches Superfood in Form von Pollen mit Honig gemischt. Der Pollen wird durch Sammelbienen von den Staubfäden verschiedener Blüten gesammelt und als bunte Pollenhöschen am hinteren Beinpaar in den Stock transportiert. Dort wird in Zellen der Honigwaben gestampft und fermentiert und anschließend eben bei Bedarf an den hungrigen Nachwuchs verfüttert.
Wer Bienen im Frühjahr Starthilfe geben möchte, pflanzt Weiden, Kornelkirsche, Krokusse, Christrosen, Winterlinge und Anemonen für die Frühstarter. Bei mir blüht im (zeitigen) März auch schon der Pfirsich, was aber immer mit ein wenig Nervenkitzel verbunden ist, da die Blüten nicht mit Frost zurechtkommen. Aber falls es für den Fruchtansatz zu kalt wird, so hat zumindest die hungrige Brut profitiert.

Lea Exl
aus Detmold
Unterstützt von

Das könnte dich auch interessieren

Jul 2022

Tritt nicht auf eine Biene

Der 10. Juli ist der “Tritt nicht auf eine Biene-Tag”. Was es nicht alles gibt… Also: Bitte nicht drauftreten! Auch nicht an anderen Tagen. Wenn du es dennoch schon mal getan hat, weißt du: es tut weh! Also zumindest, wenn die Biene sticht. Aber weißt du auch, dass die Imme dabei ihr Leben lässt, selbst wenn du nicht fest zugetreten hast? Denn Bienenstachel sind nicht für Menschenhaut gemacht - der Stachel bleibt hängen und reißt aus der Biene aus, wenn diese wegfliegt, und die Biene stirbt. Das gefällt also vermutlich euch beiden nicht. Deshalb gib Acht, wo Du hintrittst, heb Dir den Bienenstich für die Bäckerei auf und rette der Biene das Leben! Ach ja und sichere dir mit dem Bienenleben die Chance auf einen Teelöffel Honig und bis zu 210.000 bestäubte Blüten, wenn‘s eine Honigbiene war ;) PS: Rollrasen oder Steine statt Blümchenwiese sind keine Option. Das kostet noch viel mehr Bienen das Leben.
Erfahre mehr
Jun 2022

Sie sind da!

Morgens um acht stand der Kurierdienst vor der Tür und hatte fünf große, summende Kisten dabei. Hinter den Netzbullaugen sah man etliche Bienen krabbeln. Auf meine Frage, wie ungewöhnlich diese Fracht sei, bekam ich ungerührt das Quittungskästchen für die Unterschrift gereicht. Als Kurierfahrer wundert man sich wohl über wenig ;) Ich fand es aufregend! Schließlich habe ich meine bisherigen Völker zum allergrößten Teil als Schwärme bekommen und hin und wieder mal ein Volk auf Rächen gekauft, aber dann selber abgeholt. Wie wohl Bienen für den Postweg verpackt werden? Aber erst mal hieß es Neugier zügeln, denn die Damen sollten erst mal für ein paar Stunden kühl und dunkel stehen, damit sich die Aufregung etwas legen kann. Um 15:00 Uhr waren wir dann zum Auspacken und umziehen verabredet. In der großen Kiste befand sich „ein großes Wäschenetz", in dem wiederum eine kleinere Kiste die Rähmchen mit Brut und Futter hielt. Die Königin reiste in einem eigenen „Abteil", dem Zusetzkäfig, und war dadurch noch mal extra geschützt. Das eigentliche Umziehen ging somit recht schnell - Kiste auf, Wäschenetz auf, Rähmchen in das neue Zuhause hängen, Tür des Royalabteils öffnen, damit Ihre Hoheit das neue Heim beziehen kann, und Deckel drauf. Jetzt dürfen die Damen sich erst mal eingewöhnen und ich werde mich eine gute Woche beherrschen und nur den Flugbetrieb beobachten und nicht weiter stören.
Erfahre mehr
Wir benützen Cookies um die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu erhöhen. Wenn du auf „Ich akzeptiere“ klickst, nehmen wir an, dass dir das recht ist. Du kannst natürlich später deine Cookie-Einstellungen jederzeit wieder ändern.