Andreas Eissner

Andreas Eissner, 33 aus 8570 Voitsberg, Österreich
imkert seit

In 2,3 Sätzen: Was fasziniert dich an der Biene?

Die Biene ist ein Arbeitstier welches sich zu 100% dem Volk und der Königin unterordnet. Passt was gröber nicht im Volk geht die Königin voran. So eine Einstellung fehlt dem Menschen bzw. vielen Betrieben.

Über mich

Stell dich doch kurz vor!

Die Imkerei wurde um 2000 am Elterlichen Hof eingestellt da mein Großonkel diese nicht mehr ausführen konnte. Material etc. wurde sorgfältig am Dachboden aufbewahrt und 2018 gereinigt und reaktiviert. Somit war der Weg in die Imkerei schon längst vorbereitet und gemeinsam mit meinem Schwager sind wir heuer gestartet.

Wieso imkerst du?

Die Imkerei passt opitmal zu meiner Lebenseinstellung. Durch die Ausbildung zum Jäger lernt man die Natur schätzen. Man ist nicht nur Jäger sondern auch Natur- und Wildhüter. Und der Hauseigene Obstgarten benötigt jedes Insekt das er bekommen kann und natürlich freuen sich unsere Kühe und Hüher auch über eine "bunte" Wiese. Wir wissen es alle, die Biene hilft uns unheimlich.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Beim Imkerzentrum Graz - dazu die Weiterbildung vor Ort (Varroa) dazu Selbststudium durch div. Fachbücher und natürlich durch lernen am Stock selbst. Allerdings hilft das Wissen eines Paten unheimlich viel und sorgt natürlich für einen guten Start. Der Austausch unter Imker ist jedoch schwierig. 10 Imker - 10 Meinungen.

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Die Zeit - heutzutage muss alles von jetzt auf sofort passieren. Die Biene braucht Zeit, benötigt das richtige Wetter etc. und das richtige Wetter hiflt auf dem Imker - je mehr Bienen unterwegs sind desto ruhiger ist das Arbeiten am Volk.

Was lernen ImkerInnen genau?

Nur die Grundzüge - Selbststudium und beobachten bleibt nicht aus. Oftmals hilft auch youtube etc. oftmals reicht aber auch das einfache und logische Denken und vorallem Ruhe und Gelassenheit vor Ort.

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

Puh der Start kann richtig Geld kosten. Je besser man Handwerklich ist desto günstiger wird es. Man kann sich alle Stöcke etc selbst bauen oder alles kaufen. Kommt auf den Anbieter und das eigene Geschick an.

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

Nein - derzeit auf keinen Fall jedoch wäre es schon interessant einmal ein "Beibrot" durch die Imkerei zu haben. Ein Versuch ist es auf jedenfall Wert. Man wird sehen wohin der Weg mit den Bienen dann geht.

Es gibt die Sorge, dass die Honigbienen Wildbienen vertreiben. Wie siehst du das?

Hier wird sich sicher ein gesunder Haushalt einstellten. Es gibt genug Fläche/Wald/Wiesen in Österreich und somit ist für alle genug Platz.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

Jeder Imker hat seine Geheimnisse und seine Vorlieben - ich habe durchwegs positive Erfahrungen mit ihnen gemacht.

Sind Bienen das anstrengendste oder betreuungsintensivste Haustier?

Ganz und gar nicht. Bienen sind Schönwetter Haustiere.

Die Anzahl der ImkerInnen steigt. Die Anzahl der Bienenvölker nicht. Was ist deiner Meinung nach der Grund?

Weil am Anfang viele Jungimker ihre Bienen aufgrund von fehlender Erfahrung verlieren.

Was unterscheidet die neue Imkergeneration von der alten?

Wir "Jungen" Imker versuchen viel mit Technik. Jedoch sind wir auch extrem ungeduldig.

Wie viel sollte ein Kilo Honig deiner Meinung nach kosten?

Produkte aus der Landwirtschaft sollten eine Preissteigerung von mind. 300% bekommen und dies zu sollte den Bauern zu Gute kommen. Bei Bauern greift komischerweise kein Gesetz bzgl. Arbeitszeit / Urlaub etc. wieso ist das so?

Gibt es ein Bienensterben oder nicht? Begründe bitte deine Meinung.

Der Boden wird durch die Konzerne ausgebeutet. Die Bauern sind gezwungen div. Mittel einzusetzen um überhaupt eine Chance aufs überleben zu haben.

Was denkst du über Hektar Nektar?

Endlich eine moderne Plattform zum Schutz der Biene. Hier könnte man sicher mehr herausholen. ZB Schutz der Landwirte/Bauern und auch Aufklärungsarbeit.

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